alles zu "Planet Schule - Länder & Menschen"

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

30:00 Minuten

|

gemapstert

Von Atatürk zu Erdogan - Ferides Reise durch die Türkei - Folge 3: 1960 - 2002: Die Armee greift nach der Macht

Bei ihrer Verabredung mit der Journalistin Oya Baydar lernt Feride, wie die Menschen unter der Militärdiktatur lebten. Die Zeit zwischen 1960 und 1980 war geprägt von politischen Unruhen und militärischen Umstürzen. Süleyman Demirel, der ab 1965 längere Zeit mit Unterbrechungen immer wieder Ministerpräsident war, musste schon 1971 die Macht den Generälen überlassen. Er kam dann wieder an die Macht, doch 1980 folgte ein dritter Militärputsch. Feride reist nach Diyarbakir im Osten des Landes, wo viele Kurden leben. Dort trifft sie Schriftsteller, Menschenrechtler und Politiker und erfährt Details über die Situation der Kurden in der Türkei.

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

30:00 Minuten

|

gemapstert

Von Atatürk zu Erdogan - Ferides Reise durch die Türkei - Folge 4: 2002 - 2016: Erdogan und die AKP

Feride trifft sich mit der Kolumnistin Halime Kökce und erfährt, wie Präsident Erdogan an die Macht kam. Bei den Wahlen 2002 gewann die AKP, Erdogans islamisch orientierte Partei, die Parlamentswahlen. Recep Erdogan geht schon nach einigen Jahren im Amt mit großer Härte gegen die Opposition, aber auch gegen Jugendliche und Intellektuelle vor. Feride trifft eine oppositionelle Journalistin und einen armenischen Intellektuellen, der die AKP-Regierung berät. Sie beobachtet, wie tief die türkische Gesellschaft in diesen Tagen gespalten ist: So werden Türken, Kurden und weitere Minderheiten, die ihre Sprache sprechen und ihre Kultur ausleben wollen, mit massiver staatlicher Gewalt konfrontiert. Auch die Haltung der AKP-Regierung bei der Flüchtlingsfrage und das Verhältnis der Türkei zur Europäischen Union sind Themen, die Feride beschäftigen - ein Land also voller Spannungen und Widersprüche. Doch Feride ist am Ende ihrer Reise nicht pessimistisch.

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

30:00 Minuten

|

gemapstert

Von Atatürk zu Erdogan - Ferides Reise durch die Türkei - Folge 2: 1938 - 1960: Atatürks Nachfolger: Inönü und Menderes

Feride reist nach Ankara, wo sie mit einem Architekturprofessor verabredet ist. Sie spricht mit ihm über den westlichen Baustil der Hauptstadt, der einer von Atatürks radikalen Modernisierungsversuchen war. Feride besucht außerdem den Journalisten und Filmemacher Can Dündar, der über die Zeit während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Zurück in Istanbul trifft sie einen jüdisch-türkischen Unternehmer und den Herausgeber einer griechischen Zeitung, die sie über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg befragt. 1950 kam erstmals eine Partei durch freie Wahlen an die Macht, Adnan Menderes wird Ministerpräsident. Feride erfährt, dass auch die "Demokratische Partei" keine Kritik duldete, Proteste wurden brutal niedergeschlagen. 1960 wurde Menderes durch das Militär gestürzt.

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

30:00 Minuten

|

gemapstert

Von Atatürk zu Erdogan - Ferides Reise durch die Türkei - Folge 1: 1915 - 1938: Atatürk und die Gründung der türkischen Republik

Ferides Reise beginnt in Istanbul. Hier trifft sie Professor Ferdan Ergut von der Stiftung für Sozialgeschichte und die Historikerin Ayşe Hür. Sie lernt interessante Details über die Anfänge der Türkei. Im Mittelpunkt steht der Nationalheld Atatürk, der 1923 die türkische Republik gegründet und Reformen nach westlichem Vorbild durchgesetzt hat. Feride erfährt auch, wie im Osmanischen Reich und auch zu Atatürks Zeiten mit Minderheiten umgegangen wurde. Anders, als es türkische Kinder in der Schule lernen, wurden vor und während des Ersten Weltkrieges und im Kampf gegen die Besatzungsmächte viele Armenier und Griechen vertrieben, etwa anderthalb Millionen Armenier wurden getötet und fast zwei Millionen Menschen verloren ihre Heimat.

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

15:00 Minuten

|

gemapstert

Big Cities - Rio de Janeiro: Frauenpower für die Favela

Antonia Soares ist Leiterin des "Museu de Favela", einer NGO, die sich für die Mädchen und Frauen in den Favelas von Rio de Janeiro einsetzt. Die Organisation veranstaltet Workshops, Fortbildungen und Freizeitaktivitäten, mit denen sie die Kultur der Favelas fördern und das Selbstbewusstsein der Favela-Bewohnerinnen stärken will. Eine Ausstellung ist starken "Favela-Frauen" gewidmet, die ihr Leben - ihrer Herkunft zum Trotz - in die Hand genommen haben. Die Journalistin und Schauspiellehrerin Tatiana Bastos hat ein Theaterprojekt ins Leben gerufen, mit dem sie junge Mädchen unterstützt, ihre Zukunftswünsche zu formulieren und in die Tat umzusetzen.

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

15:00 Minuten

|

gemapstert

Big Cities - Paris: Dachgärten in der Metropole

Speise-Kürbisse, Zucchini und Paprika auf den Dächern von Paris? Die Initiative "Gemeinschaftsgärten" macht es möglich. Aber hoch oben gedeiht nicht nur Gemüse, sondern auch das "Miteinander". Die Sozialarbeiterin Valérie Navarre koordiniert die Initiative, in der alle willkommen sind - ob Rentner, Künstler, Studenten, Sozialhilfeempfänger oder Menschen mit Behinderung. Über das gemeinsame Gärtnern hinaus sind die Dachgärten ein Ort, an dem sich die Leute begegnen, austauschen und gemeinsam Erfahrungen sammeln können. Armand und Michèle haben sich auf Bienenzucht spezialisiert und festgestellt, dass es den Bienen in der Großstadt erstaunlich gut gefällt…

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

07:38 Minuten

|

gemapstert

Kleine Helden - To aus Laos

To ist zwölf Jahre alt und lebt in Laos. Seine Familie ist sehr groß, und alle leben zusammen: Eltern, Geschwister, Onkel, Tanten, Großeltern. Tos Schule liegt zwei Stunden entfernt, er fährt dorthin mit dem Bus. Dabei muss er oft umsteigen. Unter der Woche bleibt er in der Schule, dann hat er Heimweh. Auf dem Schulweg sieht er durch Brandrodung zerstörte Wälder. Die Gefahr, dass die Brände sich ausbreiten könnten, macht ihm Angst. Später möchte To als Polizist die Drogenkriminalität bekämpfen.

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

12:00 Minuten

|

gemapstert

Naturparadiese mit Zukunft - Schweiz: Einsatz für die Alpenwiese

Die Schweizer Alpen sind eine der grandiosesten Landschaften der Welt. Es gibt hier eine enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Neben Gämsen und Murmeltieren findet man seltene Pflanzen wie Edelweiß und Enzian. Im Sommer verwandeln sich die Almen in ein buntes Blumenmeer. Für viele ist diese Bergwelt "Natur pur". Doch dieses Almwiesenparadies stammt aus Menschenhand. Nur weil Bergbauern seit Jahrhunderten ihr Vieh in die Berge treiben, konnte dieses besondere Mosaik aus Wiesen, Wäldern und Felsen entstehen. Ohne Beweidung würden die Wiesen in wenigen Jahrzehnten von Gebüsch und Wald überwuchert werden. Pflanzen, Insekten und Vogelarten würden verschwinden, Natur und Urlaubslandschaft gingen verloren. Und genau diese Entwicklung droht. Das Leben der Bergbauern ist hart, viele geben ihre Höfe auf. Andere bleiben, treiben aber die Tiere im Sommer nicht mehr auf die Alm. Der Wald dringt immer weiter vor. Doch die Schweizer haben die Gefahr erkannt und lassen sich einiges einfallen, um ihre zauberhafte Bergwelt zu erhalten. Der Film begleitet die Hirtin Lean, die mit 900 Schafen den Sommer hoch oben in den Bergen so verbringt wie Schäfer vor Hunderten von Jahren. Er zeigt, was die Schweizer alles tun, um ihre alten Traditionen zu erhalten. Staatliche Fördergelder für die Almbauern gehören genauso dazu wie die Wolle der Schweizer Schafe, die seit einigen Jahren wieder vermarktet wird. Es geht darum, neue Wege zu finden, um die einzigartige Landschaft der Schweizer Alpen auch in Zukunft zu erhalten.

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

12:00 Minuten

|

gemapstert

Naturparadiese mit Zukunft - Deutschland: Bodensee - Rettung für die Vogelwelt

Der Bodensee ist eines der größten und schönsten Binnengewässer Mitteleuropas. Seit Jahrtausenden ist die Region für ihre fruchtbaren Böden bekannt. Schon vor 4000 Jahren wurden an den Ufern Äpfel geerntet — heute sind die Weine aus den Spitzenlagen der Region weltberühmt. Doch der Erfolg der industrialisierten Landwirtschaft mit ihren Monokulturen fordert seinen Tribut: Die Vogelwelt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch geschrumpft. Rund 65 Prozent aller heimischen Vögel sind verschwunden. Der Ornithologe Prof. Peter Berthold kennt den Grund dafür. Überall, wo großflächig und intensiv Landwirtschaft betrieben wird, haben Vögel und andere Wildtiere wichtige Lebensräume verloren. Es fehlen natürliche Nahrungsquellen wie Wildkräuter, Blütenpflanzen und Insekten. Im Jahr 2003 begann Peter Berthold dem Vogelsterben aktiv entgegenzuwirken — mit einem simplen wie genialen Plan. Ein engmaschiges Netzwerk aus neu angelegten Weihern, Hecken, Schilfgürteln und Streuobstwiesen soll Vögeln und anderen Wildtieren zurückgeben, was sie zum Leben brauchen. Alles in direkter Nachbarschaft zu Ortschaften und den landwirtschaftlichen genutzten Flächen. Der Film begleitet dieses einzigartige Projekt, in dem inzwischen zahlreiche Naturschützer, Bauern und Gemeinden zusammenarbeiten. Er zeigt anhand aufwendiger Tierbilder und Luftaufnahmen, wie auch seltene Vögel in eine Region zurückkehren, aus der sie lange verschwunden waren.

SWR|Planet Schule - Länder & Menschen|

12:00 Minuten

|

gemapstert

Naturparadiese mit Zukunft - Kongo: Schutz für den Gorillawald

In den riesigen Regenwäldern im Norden der Republik Kongo geschieht etwas Außergewöhnliches: Hier arbeiten Holzfäller, die den Wald nicht zerstören, sondern durch ihre Arbeit zum Erhalt der Tropenwälder und ihrer Artenvielfalt beitragen. Dieses kleine Wunder gelingt, weil sich zwei Holzfirmen verpflichtet haben, in ihren Wäldern eine "nachhaltige" Forstwirtschaft zu betreiben. Immerhin auf einer Fläche halb so groß wie die Schweiz! Noch nicht mal ein Baum pro Hektar wird dort gefällt. Besonders artenreiche Zonen bleiben sogar vollständig von den Kettensägen der Holzfäller verschont. Mehr als ein Viertel der gesamten Waldfläche steht daher unter Schutz. Diese selektive Holznutzung hilft der Tierwelt: 70 000 Gorillas leben allein im Wald des Holzunternehmens IFO — mehr als irgendwo sonst. Ihre Bestände bleiben seit Jahren stabil. Für die Holzfirmen zahlt sich der schonende Umgang mit der Natur aus, denn die Wälder erholen sich vom Holzeinschlag und können auch in Zukunft genutzt werden. Auch die Menschen in einer der ärmsten Regionen Zentralafrikas profitieren. Die Holzindustrie schafft Tausende dringend benötigte Arbeitsplätze, sorgt für sauberes Trinkwasser und eine Gesundheitsversorgung. Die Bewohner im Norden der Republik Kongo haben erkannt, dass sich der Schutz der Regenwälder auch wirtschaftlich lohnt. Verantwortungsbewusste Forstwirtschaft in der Republik Kongo — ein Vorbild für andere Tropenwälder auf der Welt.