alles zu "Lebensläufe"

MDR|Lebensläufe|

29:43 Minuten

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Heute bin ich allein – Reinhard Lakomy -

Der Komponist, Pianist, Sänger und Liedermacher Reinhard Lakomy bleibt vielen als der bärbeißige Typ mit weißer Mähne, Nickelbrille und der unverkennbar rauen Stimme in Erinnerung. Lacky, wie ihn Freunde und unzählige Fans nannten, wurde in Magdeburg in den kargen Nachkriegsjahren geboren. Sein Eigensinn und seine hohe musikalische Begabung ließen ihn zu einem der populärsten und eigenwilligsten Stars der deutschen Musikszene werden. Erfolgstitel wie "Heute bin ich allein", "Mir doch egal" oder "Autofahren" sind ebenso einmalig und urtypisch für Lakomy, wie seine Kindermusicals und Geschichtenlieder im "Traumzauberbaum".Der Film erzählt von seinen vielschichtigen Erfolgen auf musikalischem Gebiet, seiner gesellschaftlichen, politischen wie künstlerischen Unangepasstheit. Lebensgefährten und treue Freunde, wie seine Texterin und Ehefrau Monika Erhard Lakomy, sein enger Freund Gregor Gysi, sein musikalischer Ziehvater Klaus Lenz und musikalische Wegbegleiter wie Angelika Mann, die "Lütte", und viele andere kommen im Film zu Wort.Reinhard Lakomy ist am 23. März 2013 verstorben.Das MDR-Fernsehen würdigt den Künstler anlässlich seines Todestages mit einem Porträt in der Sendereihe "Lebensläufe".

MDR|Lebensläufe|

29:30 Minuten

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Regina Ziegler – Ein Film-reifes Leben - Film von Galina Breitkreuz

Sie ist eine der erfolgreichsten Filmproduzentinnen Europas. Erfahrung, Haltung und Courage sind das Fundament eines ebenso spannenden wie berührenden Lebenslaufes. Regina Ziegler wird am 8. März 1944 in Quedlinburg geboren. Ihre Mutter floh vor den Bomben in Berlin auf den Bauernhof der Familie im Harz. Doch gleich nach dem Ende des 2. Weltkrieges geht sie ins Weserbergland und bringt als Lokalreporterin, ihr Ehemann ist noch in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, die Familie durch. Sie berichtet über Filmpremieren und die Tochter ist dabei. Reginas Interesse für den Film ist geweckt. Sie geht nach Berlin, studiert und landet nach ein paar Umwegen beim Sender Freies Berlin als Assistentin. Als es immer wieder die anderen sind, die die Lorbeeren ihrer Arbeit ernten, gründet sie ihre eigene Firma. Sie beginnt selbst Filme zu produzieren. Der Auftakt einer spektakulären Karriere. In 45 Jahren realisiert sie fast 500 Produktionen. Viele davon werden Erfolge, manche Flops, doch alle zusammen haben die deutsche Kino- und Fernsehlandschaft geprägt. Man denke nur an die ARD-Erfolgsserie "Weissensee". Rote Teppiche, Stars und Preise gehören zum glamourösen Teil ihrer Welt. Letztes Jahr hatte ihr Film "Abgeschnitten" im Zoopalast Premiere. "Lebensläufe" begleitet Regina Ziegler in ihrem Alltag, dem spektakulären, öffentlichen, und macht sich mit ihr gemeinsam auf Spurensuche nach Prägungen, Abzweigungen und Irrwegen.

MDR|Lebensläufe|

29:30 Minuten

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Herr der langen Finger – Der Bildhauer Volkmar Kühn - Film von Daniel Baumbach

Es gibt keinen Bildhauer in Thüringen, der mit seinen Werken in der Öffentlichkeit präsenter ist als Volkmar Kühn. Seine charakteristischen Figuren und Figurengruppen prägen die Ortsbilder von Erfurt, Gera, Rudolstadt, Ilmenau, Greiz oder Kloster Paulinzella. Nicht zu vergessen: Kloster Mildenfurth im ostthüringischen Wünschendorf. Seinen Wohnort hat er in Jahrzehnten zu einem Skulpturen-Park und einer historischen Galerie gemacht hat. Kühns Werk zeichnet sich aus durch großes handwerkliches Können, unverwechselbare figurative Ästhetik und besonderes Wissen über die Tieranatomie. Und trotzdem, so sagte ein Kunstkritiker, wurde "der kleine große Mann von der Kunstwelt ein wenig vergessen". Die Ruine des alten Prämonstratenser-Klosters aus dem 12. Jahrhundert ist ein verwunschener Ort - vor allem durch die Skulpturen von Volkmar Kühn. Seit 50 Jahren leben er und seine Frau im und am ehemaligen Kloster, das im 16. Jahrhundert zu einem Schloss umgebaut, aber nie vollendet wurde. Menschen mit Pferdeköpfen, Schlangenmenschen, Reiter zu Pferde, Bischöfe - androgyn, mit spitzen Nasen, langen Armen und langen Fingern, mit sparsamer Mimik und Gestik, manche durch Masken verhüllt, fast alle nackt und mit deutlich ausgeformten Geschlechtsteilen. Die Anlage liegt noch ein bisschen im Dornröschenschlaf, nicht zuletzt, weil es an Ideen und Geld für eine umfassende Nutzung fehlt. Doch seit Jahrzehnten kämpfen die Kühns für deren Erhaltung und Neunutzung. Und der Bildhauer schafft durch seine Kunst Bezüge zur Vergangenheit. Fast symbolhaft ist sein "Mildenfurther Kreuzmensch", der am monumentalen Westportal der früheren Klosterkirche steht. Auch die drei Mönche an der Mauer zum heutigen Schlossgebäude weisen auf die Klosterkirche hin, von der man heute nur noch mit Blick auf den Grundriss die Ausmaße erahnen kann. Der Film von Daniel Baumbach erzählt Volkmar Kühns Lebensgeschichte - von den Anfängen vor über 70 Jahren im thüringischen Königsee, seiner frühen Neigung zur Kunst, seiner Ausbildung zum Keramik-Modelleur, seiner Arbeit als Tierpfleger im Leipziger Zoo, seinem späterem Kunststudium ebenfalls in Leipzig sowie der mittlerweile Jahrzehnte langen Arbeit als freier Künstler, der immer Auftragskunst ablehnte und nur schuf, was ihm wichtig erschien. Kühn ist ein eigenwilliger Charakter, der Tiere, wie seine Deutsche Dogge, über alles liebt, mit den Menschen und der Aufgeregtheit der Gegenwart aber weniger klarkommt. Seine Kämpfe mit der Denkmalpflege für eine Nutzung Mildenfurths im Hier und Jetzt werden genauso thematisiert, wie seine künstlerische Bedeutung und die Frage nach dem, was von ihm und seiner Kunst bleibt. Weggefährten, Kunstexperten und Sammler kommen zu Wort kommen - über einen Künstler, der einer der ganz Großen im mitteldeutschen Raum ist, aber bisher nur wenig nationale und internationale Beachtung erfuhr.

MDR|Lebensläufe|

29:30 Minuten

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Dagmar Manzel - Porträt einer Anti-Diva - Film von Maria Wischnewski und Josephine Links

Als Kind überzeugter kommunistischer Eltern wächst Dagmar Manzel auf. Die Arbeiterklasse über alles. Sie selbst nennt sich bis heute Facharbeiterin für Schauspielkunst. Bloß nicht abheben. Daher die Ablehnung jedweder "Roter Teppich-Allüren". Die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule macht sie heimlich. Die Herkunft prägt sie bis heute, ist Motor, Richtwert, Leitfaden. Und gleichzeitig ist sie der Beengung dieser Bodenständigkeit entflohen durch ihre Berufswahl. Hier ist der Riss, der Schmerz, der stete Kampf mit sich selbst, der sie zu solch einer Künstlerin macht. Dem über alles geliebten Vater zuliebe tritt sie sehr jung in die SED ein. Mit ihrem Eintauchen in die Schauspielwelt und Bohème der achtziger Jahre in Ost-Berlin, entscheidet sie sich durch die neuen Einflüsse für einen Austritt aus der Partei und nimmt statt dessen noch im Osten den katholischen Glauben an. Sie hat bis heute einen starken Glauben, auch wenn sie eine sehr eigene Haltung entwickelt hat, wie man diesen lebt. Ihr erfolgreicher Weg ist eine der erstaunlichsten Karrieren im Nachwendedeutschland. Können und auch Glück ebneten diesen Weg. Im Jahr des Mauerfalls stirbt ihr Vater. Sie sagt, vielleicht besser so und dass er diese politische Entwicklung nie verkraftet hätte. Das ist bis heute ein wichtiges Thema, wie sie eine Haltung zu ihrer ostdeutschen Herkunft entwickelt hat. Und trotzdem weiß sie, dass sie all die Möglichkeiten, die sich nach dem Mauerfall eröffneten, sonst nie bekommen hätte und sehnt sich sicher nicht zurück.

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29:30 Minuten

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Alexander Kluge - Der Medienpapst aus Halberstadt - Film von Reinhold Jaretzky

Er ist Schriftsteller, Jurist, Filmemacher, Historiker, Literat, Philosoph, Fernsehunternehmer, vor allem aber: ein Universalist, der in jedem dieser Genres erfolgreich ist. Sein Werk wurde mit den großen Preisen in Literatur, Film und Philosophie ausgezeichnet. Was ihn antreibt, ist das Fragen nach dem scheinbar Unwichtigen und Abseitigen, überall wittert er versteckte Zeichen und unentdeckte Geschichten. Sein Vorbild ist die Fledermaus: hellhörig sein und neugierig. Mit diesem Forscherdrang ausgestattet wurde Alexander Kluge hierzulande zum bedeutendsten intellektuellen "Medienarbeiter", "Schamane des freien Denkens" hat man ihn genannt. Der Film blättert an ausgewählten Beispielen die vielen Facetten des Künstlers und Intellektuellen Alexander Kluge auf.

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