alles zu "artour"

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artour - Das Kulturmagazin des MDR

Themen der Sendung:* Gregor, der Umstrittene: Die Debatte um Gysis Auftritt in Leipzig:In Leipzig branden die Wogen der Erregung: Am 9. Oktober, am 30. Jahrestag der entscheidenden Großdemonstration gegen die SED-Herrschaft, soll in der Peterskirche ausgerechnet der letzte Vorsitzende der SED, Gregor Gysi, eine Rede halten, feierlich umrahmt von Beethovens Neunter. Vor allem einstige Bürgerrechtler laufen Sturm gegen die Einladung des Politstars der Linken. artour spricht unter anderem mit dem einstigen DDR-Oppositionellen Werner Schulz, der den Auftritt Gysis empörend und geschmacklos findet, und mit Frank Richter, auch er ein verdienter Bürgerrechtler, der sich in der Causa allerdings eine abweichende Meinung erlaubt.* "Der Führer Adolf Hitler ist tot" - Was bleibt vom Mythos Stauffenberg?75 Jahre nach dem gescheiterten Staatsstreich vom 20. Juli 1944 und dem vereitelten Bombenattentat auf Adolf Hitler haben Neupublikationen über den Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg eine lebhafte Debatte in Gang gebracht. Der Autor Thomas Karlauf hatte mit seinem Buch "Stauffenberg - Porträt eines Attentäters" eine Neubewertung des bekanntesten Widerstandskämpfers der Gruppe vom 20. Juli versucht. Er rückte den Mann, der die Bombe neben Hitler im Besprechungsraum der Wolfsschanze deponierte, in die Nähe des umstrittenen Dichters Stefan George und seinem verherrlichenden Mythos der Tat, dem Stauffenberg nahe gestanden haben soll. Sophie von Bechtolsheim, eine Enkelin Stauffenbergs, antwortet jetzt in einem eigenen, sehr persönlichen Buch auf die Thesen Karlaufs. Der Titel ist programmatisch und gleichsam eine Replik auf die Schrift des George-Experten: "Stauffenberg - Mein Großvater war kein Attentäter." Selbst 75 Jahre nach dem verhängnisvollen Tag polarisieren das Ereignis, die beteiligten Personen und ihre Motive. artour spricht mit Nachfahren des Widerstandskämpfers über das Vermächtnis des 20. Juli, das trotz Abstand der Jahre hochaktuell bleibt. * Die Schrankwand als Symptom - Was Möbel über die Gesellschaft sagen:Einst war die Wohnwand begehrtes Interieur der Postwende-Zeit, jetzt feiert sie ein Comeback in der Kunst. Die in Zwickau geborene Künstlerin Henrike Naumann gestaltet Räume aus alten Schrankwänden und 90er-Jahre-Einrichtungsgegenständen, die sie auf Ebay findet. Ihre Arbeiten sind begehbare Landschaften aus mannshohen CD-Regalen, Furnier, Sperrholz und Glasvitrinen mit indirekter Beleuchtung: Ein Psychogramm mit Möbeln. Henrike Naumann ergründet aktuell in mehreren Ausstellungen die deutsch-deutsche Wiedervereinigung und deren Folgen für die Gesellschaft. * "Mehr Licht, Luft, Sonne" - Flussbaden in Dessau:Das Flussbad am Rehsumpf liegt ein bisschen versteckt im Grünen, wie es sich für eine Badeanstalt gehört, erst recht eine, die "Rehsumpf" genannt wird. Seit 1907 war es ein Fluchtpunkt für von Stadt und Industrie genervte Dessauer. Man mietete sich eine "Zelle", ein kleines Badehäuschen, man schwamm in der Jonitzer Mulde, man entspannte sich hier. Hugo Junkers war regelmäßiger Gast und Förderer des Bades. Lebensreform hieß das Motto wie auch die Bewegung, der man folgte: Raus in die Natur und nebenbei den Körper ertüchtigen. Dabei galt: in Maßen, nicht als Drill wie beim Turnvater Jahn. Zu allen Zeiten war der Rehsumpf eine Dessauer Institution, in der DDR als "ABUS"-Bad. 2015 war es beinahe vorbei mit Licht und Luft und Sonne. Nach Flut- und Vandalismusschäden beantragte die Stadt Dessau bei der Denkmalbehörde den Abriss des historischen Kleinods. Der Verein "Rehsumpf" wehrte sich erfolgreich dagegen, restaurierte die weiß-blauen Badehäuser und plant nun sogar, das letzte erhaltene Flussbad der Region wiederzueröffnen. Gerade läuft eine Ausstellung mit bisher unveröffentlichten Fotos aus der Hoch-Zeit des Bades. Kulturkalender:* WEST SIDE STORY ab 18.07.2019 (Premiere; Previews ab 16.07.) für drei Wochen an der Semperoper*Ausstellung Kunsthalle Talstraße in Halle - "Frauen-Schönheit-Schicht - Frauen im VEB Kosmetik Kombinat 1988-89", Fotografien von Barbara Köppe, bis 13.10.*Filmstart am 13.7. - "Back to Maracana""artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen. Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.

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* 50 Jahre Mondlandung - 21. Juli 1969:Immer hatten die Sowjets die Nase vorn, aber ausgerechnet den prestigeträchtigsten Wettlauf des 20. Jahrhunderts haben sie verloren. Eine Niederlage, von der die Welt Jahrzehnte nichts erfahren sollte - das sowjetische Mondprogramm wurde streng geheim gehalten. Denn ein Wettrennen, bei dem man offiziell gar nicht an den Start geht, kann man auch nicht verlieren. So die Logik des Politbüros.Nach den kosmischen Paukenschlägen der Sowjets, nachdem der Sputnik-Schock die Welt in Atem gehalten hatte, ging alle Welt auch davon aus, dass die Sowjets die ersten Menschen auf den Mond befördern würden. Auch noch, nachdem US-Präsident Kennedy im Mai 1961 verkündet hatte, dass die Amerikaner bis zum Ende des Jahrzehnts einen Menschen sicher zum Mond bringen würden und wieder zurück. Das geheime Mondprogramm der Sowjets - eine Geschichte über grandiose Fehlkalkulationen, Enthusiasmus, Streit, Tragödien, Irrtümer und den ersten toten Kosmonauten auf dem Weg zum Mond. Die Geschichte der ersten großen Niederlage der sowjetischen Himmelsstürmer im kosmischen Wettrennen mit den USA. * 'Wir sind Welterbe!' - UNESCO-Titel für das Erzgebirge:Hurra, der Schwibbogen wird rehabilitiert! Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří gehört seit dem Wochenende zum UNESCO-Welterbe. Die deutsch-tschechische Bergbauregion ist als einzigartiges Kulturdenkmal der Bergbau-Geschichte anerkannt worden. Seit am Ende des 15. Jahrhunderts wegen des gefundenen Silbers zum ersten Mal das "Berggeschrey" ertönte, hat der Bergbau die Region durch und durch geformt. Der Beitrag umreißt, was die UNESCO anerkannt hat und zeigt an Hand von einigen Beispielen aus Annaberg-Buchholz und Freiberg, wie der Bergbau auch die Kunst 'typisch erzgebirgisch' charakterisiert - ganz abgesehen davon, dass auch der Schwibbogen jetzt als Weltkulturerbe geadelt ist.* Zwangsumsiedlungen in der DDR:Der Roman "Was uns erinnern lässt" der Leipziger Autorin Kati Naumann erzählt die wenig bekannte und lange Zeit verschwiegene Geschichte der Zwangsumsiedlungen in der DDR. Anhand einer Familie in Thüringen schildert sie vor dem Hintergrund realer politischer Ereignisse im Nachkriegsdeutschland, wie die Familie gezwungen ist auf der Demarkationslinie des zukünftigen Konflikts zwischen West und Ost allmählich ihre Heimat aufzugeben. Von der willkürlichen Ziehung einer Grenze zwischen West- und Ostdeutschland waren seit 1952 viele Menschen betroffen, die auf dem Grenzstreifen lebten und dort seit vielen Generationen ihre Häuser hatten. Mit den sogenannten Aktionen "Ungeziefer" 1952 und "Festigung" bzw. "Kornblume" im Herbst 1961 wurden tausende Menschen aus dem Gebiet der Staatsgrenze in Gegenden der DDR deportiert. Die letzten Verschickungen fanden noch 1988 statt. * Kulturkalender:- Konzert mit Nouvelle Vague am 19.7. in der Kulturarena Jena - "Die Banditen oder Die Mauer muss weg", Sommertheater der Inselbühne, Leipzig, Moritzbastei, 13./ 14./16. bis 20.7., 23.7. und 25. bis 28.7.- Werner Tübke - "Von Petersburg bis Samarkant", Ausstellung zum 90. Geburtstag des Künstlers, Panorama Museum Bad Frankenhausen, bis 3.11."artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen. Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.

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* Die Deutschen und ihr Verhältnis zum Auto:Zwei neue Bücher beschäftigen sich mit den Deutschen und ihrem Lieblingsobjekt, dem Auto. "Land der Lenker" des Philosophen Thomas Vašek ergründet das "romantische und imperiale Verhältnis" der Deutschen zum Fahren, dem sowohl Kfz-Besitzer wie auch Industrie gehorchen. Warum haben ausgerechnet die Deutschen, weder Erfinder der Massenproduktion von PKW (Ford, USA) noch seiner Nutzung für jedermann (Frankreich) eine so obsessive Beziehung zum Kraftfahrzeug? Der Filmregisseur Klaus Gietinger hat mit "Vollbremsung" ein Pamphlet gegen die Autoindustrie geschrieben. "Autofahren macht süchtig, wir sind die Junkies, die Konzerne, Politiker und Medien bilden ein Drogenkartell, das uns Mobilität verspricht und Stau und Sterben beschert. Wollen wir nicht an die Wand fahren, ist es Zeit für eine Vollbremsung. Und nie war der Moment günstiger: Diesel-, Feinstaub-, Stickstoff-, Klimagate. Millionen junger Menschen lassen sich dies nicht mehr gefallen, sie schwänzen die Schule, um den Planeten zu retten." Sind das lebensfremde Utopien, die unsere Wirtschaft ruinieren?Autoren: Hans-Michael Marten/Carmen Salas* Der Palast ist tot – es lebe der Palast?Der Palast der Republik ist wieder da. In Rostock als Projektion im Stadtzentrum. In Berlin mit Einzelobjekten im Humboldt-Forum. Und in Leipzig, wo der Künstler Daniel Theiler den Palast wiederaufbauen will, als Denkmal der deutschen Einheit auf dem Leuschnerplatz. Der Palast der Republik, der wohl bekannteste Kulturbau der DDR, 2008 abgerissen, ist nach wie vor Utopie, Inspiration, Politikum. artour trifft den Künstler Daniel Theiler und fragt ihn, warum der Palast der Republik ihn fasziniert und warum er seine symbolische Wiedererrichtung in Leipzig wünscht.Autor: Meinhard Michael* Porträt eines Ausnahmefußballers - Manfred Oldenburgs Dokumentarfilm "Kroos":Weltmeister 2014, viermal Sieger in der Champions League, Gewinner von Supercups und Ligapokalen: Toni Kroos ist einer der international erfolgreichsten, wenn nicht der erfolgreichste deutsche Fußballspieler aller Zeiten. Jetzt hat ihn Manfred Oldenburg zum Star eines Dokumentarfilms gemacht. "Kroos", wie die Doku schlicht heißt, ist nicht nur das Porträt eines außergewöhnlichen Sportlers. Bei den Dreharbeiten erhielt das Team auch Zugang zu dem sonst hermetisch abgeriegelten Backstage-Bereich des internationalen Profifußballs.Autor: Joachim Gaertner* Der deutsche Bademeister - Hommage an einen vom Aussterben bedrohten Berufsstand:Wir denken an knackig gebräunte Gestalten, an muskelbepackte Hünen im öffentlichen Dienst, an Ordnungshüter mit Pfeife, die mit Strenge am Beckenrand patrouillieren. Der deutsche Bademeister ist Schutzmann und Maître de Plaisir zugleich. Die Gilde der Schwimmtüchtigen sieht sich edelsten Prinzipien verpflichtet: Mitmenschen in Gefahr vor dem Ertrinken zu retten. Doch der Berufsstand hat massive Nachwuchs-Probleme. Allein in dieser Saison fehlen dreitausend Fachkräfte. Schuld ist der Bevölkerungsrückgang. Wie überall in Deutschland scheiden die geburtenstarken Jahrgänge allmählich aus dem Berufsleben aus. Auch die Arbeitseinstellung und die Mentalität der Jüngeren werden als Erklärung angeführt. Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister, Peter Harzheim, meint, dass viele junge Menschen nicht mehr bereit seien, an sieben Tagen in der Woche zu arbeiten, also auch an Sonn- und Feiertagen. Die Arbeitsbedingungen sind oft knochenhart. Die Autorität, die dem Berufsstand einst innewohnte, schwindet. Die Folgen sind unabsehbar. Die ersten Bäder schließen, Öffnungszeiten werden drastisch reduziert. Droht Deutschland zu einem Volk von Nichtschwimmern zu werden? artour mit einem sommerlichen Weckruf.Autor: Tilman Jens* Kulturkalender- 05.07.-08.07.19: Rudolstadt-Festival - Band "Die höchste Eisenbahn"- Wiedereröffnung des Rehsumpfbades in Dessau- "Woyzeck" - Graphic Novel nach Georg Büchner des Gießener Künstlers Andreas EikenrothAutorin: Stephany Mundt"artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen. Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.

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Mehr zu den Themen:* Ein Schauspiel auf Schienen - "Das letzte Kleinod"Dieses Theaterprojekt nennt sich "Das letzte Kleinod" und ist in Deutschland einmalig. Mit einem Zug, 140 Meter lang, fährt die Truppe von Spielort zu Spielort. Von der Nordseeküste in die Niederlande oder nach Polen führten die Gastspiele des Eisenbahntheaters. Jetzt haben sie am Rennsteig ein Abstellgleis "gekapert" und spielen ihr Stück "Spitzkehre". Mit einem zweiten Zug fahren die Darsteller und das Publikum von Ilmenau zum Bahnhof Rennsteig. Unterwegs wird gehalten und Theater gespielt. Es sind Szenen aus der Geschichte dieser Thüringer Region, die auf Erzählungen von Zeitzeugen beruhen. Da geht es um das Ilmenauer Porzellan, die Glasherstellung in Stützerbach oder um die Lebensgeschichte von Egon Witzmann, der in vierter Generation eine Sägemühle betrieben hat. "Wie das gehen soll, Theater ohne Bühne und Kulissen, das konnte ich mir nicht vorstellen" erzählt Herr Witzmann. "artour" stellt die Theatertruppe und ihre Inszenierung vor. * Die DEFA im KinoFast 30 Jahre nach ihrem Ende ist die Geschichte der DEFA jetzt selbst Filmstoff. Im Sommer 1961 arbeitet der junge Emil (Dennis Mojen) als Komparse im DEFA-Studio Babelsberg. Bei Dreharbeiten lernt er die französische Tänzerin Milou (Emilia Schüle) kennen - eine Liebe auf den ersten Blick. Doch die Grenzschließung der DDR am 13. August 1961 trennt die beiden, Emil bleibt hinter der Mauer gefangen. Ein Wiedersehen scheint unter den politischen Umständen unmöglich. Das ist der Hintergrund, vor dem Regisseur Martin Schreier eine so witzige wie irrwitzige Tragikomödie entwickelt, in der die DDR ausnahmsweise mal nicht nur als Hort der Tristesse, sondern vor allem von Poesie und Kreativität gezeigt wird. Dabei ist "Traumfabrik", kaum originell, die alte Geschichte zweier Liebender, die zueinander nicht können, es aber trotzdem schaffen, allen Grenzen und Widerständen zum Trotz. Ein märchenhafter Heimatfilm, der seltsamerweise gerade deshalb überzeugt, weil er so realitätsfern bleibt. Michael Gwisdek, seit den 60er Jahren DEFA-Schauspieler und hier als alter Emil in einer Nebenrolle auf seine Abenteuer vor 50 Jahren zurückblickend, weinte, als er den Film im Kino sah. Vor Glück.* Fotos aus Italien im Museum der ItalienerIm Lindenau-Museum Altenburg hat eine Ausstellung des Fotografen Matthias Schaller begonnen. Gezeigt werden vier Serien, die sich auf die einmalige Altenburger Spezialsammlung an frühitalienischer Malerei beziehen. Der Fotograf machte zum Beispiel 150 Bilder von Opernhäusern von Sizilien bis nach Verona und veränderte sie leicht. Die Serie spielt darauf an, dass die Herstellung der Einheit Italiens im 19. Jahrhundert maßgeblich von der Musik mitgetragen wurde. Die Fotografie kommentiert die Entstehung dieses "Italienischen" in der Zeit, in der auch die als vorbildlich für die Kunst angesehene Frühitaliener-Sammlung nach Altenburg kam: Eine produktive Begegnung von alter und neuer Kunst. * Das NASA-Archiv: 60 Jahre im AllAls die NASA, die National Aeronautics and Space Administration, 1958 ihren Betrieb aufnahm, war das auch ein Akt der Psychohygiene für eine geschockte und hysterisierte amerikanische Nation, über die seit einem Jahr russische Sputniks hinwegzogen. Wenige Jahre später hatte sich das Häufchen von Rocketmen, Technikern und Testpiloten, die schon früh von PR-Profis Unterstützung erhielten, zu einem führenden Technologieunternehmen und einer Mythenfabrik gemausert. Astronauten wurden zu neuen Nationalhelden, und Programme wie Mercury, Gemini und schließlich Apollo fesselten Millionen und machten Cape Canaveral zu einer nationalen Pilgerstätte. Der Wissenschaftsjournalist und Weltraumhistoriker Piers Bizony zeichnet nun in einem Prachtband diese Geschichte nach, die in Zusammenarbeit mit der NASA entstand und ein Dokument ist für Fortschrittsglauben, Pioniergeist und ein wenig - Größenwahn. * Kulturkalender- Theater Altenburg vor der Sanierung - letzte Premiere Musiktheater "Untergang der Titanic" am 28.6. und Folgetermine, im September in Gera- Vorstellung der Werkdatenbank sächsischer Bildender Künstler in Dresden

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MDR Kultur spezial - The Golden Age Of Darkness - Wie Goth die Welt eroberte

Ende der 1980er-Jahre verebbte so manch dunkle Welle der ersten Stunde wieder im Underground, doch wurde gleichzeitig der Grundstein gelegt für eine Szene, die im folgenden Jahrzehnt gleich mehrere Transformationsprozesse durchleben sollte. "The Golden Age of Darkness" erzählt von der Entwicklung des Goth in den 90er-Jahren. Einer Zeit, die vor allem durch große kommerzielle Erfolge geprägt war. Und das auf internationalem Level: Industrial-Düster-Schwergewichte wie die Nine Inch Nails, Ministry und etwas später auch Schock-Papst Marilyn Manson fühlen sich zwar nicht unbedingt der Szene zugehörig, liefern aber mit ihrer Mischung aus Metal, Elektronica und Goth-Elementen den oft sogar chartwürdigen Soundtrack dieser Zeit für ein Publikum, das dank dieses Erfolgs Nachwuchs bekommt. Düstere Hollywood-Erfolge wir der Film "The Crow" oder Tim Burtons "The Nightmare Before Christmas" tun ihr Übriges. In Deutschland bleibt das Grufti-sein immer eher Underground. Doch auch hier schlägt für die Industrial-Bands die Stunde. Project Pitchfork heißt einer dieser Pioniere. Der Sound wird härter, metallischer, elektronischer. Die Bayreuther Band "Das Ich" definiert derweil mit ihrer "Neuen Deutschen Todeskunst" gleich ein ganzes Genre. Der Film "The Golden Age of Darkness" geht den Fragen nach: Wie hat sich die düstere Musik nach ihren Anfangsjahren entwickelt? Wer waren die neuen Helden? Und was waren ihre Träume?Nationale und internationale Musiker, Szenekenner kommen zu Wort und zeichnen ein Bild der Zeit, in der auch das Wave Gotik Treffen in Leipzig, nach seinen zarten Anfängen 1992, zu einem der größten Festivals der schwarzen Szene heranwachsen sollte.

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MDR Kultur - Unter Büchern - Leipziger Buchmesse 2019

Katrin Schumacher trifft in Leipzig Autorinnen und Autoren, die sich mit ihren Büchern auf der Leipziger Buchmesse 2019 präsentieren werden. Sie spricht mit Jörg-Uwe Albig über "Zornfried" - dessen Satire über die neurechten Bewegungen und begegnet der Leipzigerin Daniela Krien, in deren Roman "Die Liebe im Ernstfall" sich die Lebenslinien von fünf Frauen überkreuzen. Von der Illustratorin Kat Menschik bekommt Katrin Schumacher ein ungewöhnliches Kochbuch serviert, das "Essen essen" heißt. Sie trifft Albert Ostermaier, der mit seinem Gedichtband "Über die Lippen" die Sprache der Liebe wählt und erfährt von Marion Brasch etwas über Augenblicke, die über Glück und Unglück entscheiden. Das Thema des neuen Romans "Lieber woanders". Was bewegt die Künstlerinnen und Künstler, was treibt sie an, wie entsteht ihre Literatur? Gespräche und Begegnungen mit MDR Literaturexpertin Katrin Schumacher in der Stadt, wo sich die Branche trifft: in Leipzig 2019.

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MDR Kultur Spezial zur Leipziger Buchmesse -

MDR Literaturexpertin Katrin Schumacher reist nach Brünn und Prag, um wichtige tschechische Autoren im Vorfeld der Leipziger Buchmesse zu treffen. Tschechien ist in diesem Jahr das Gastland der Leipziger Buchmesse. Sie begegnet hier der neuen Generation von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die sich mit der gesellschaftlichen und politischen Situation in ihrem Land 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auseinandersetzen. Auf dieser Reise in unser Nachbarland führt Katrin Schumacher Gespräche, zeigt gemeinsame kulturelle Wurzeln auf und wird für die Zuschauer die Besonderheiten der Literaturlandschaft in Tschechien und der Kulturstädte Prag und Brünn entdecken.