alles zu "Unsere köstliche Heimat"

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14:39 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Die Barbe aus Barby

Ein altes Rittergut im Salzlandkreis, das Herzog August von Sachsen-Weißenfels im 17. Jahrhundert seiner Braut schenkte, das ist die "Augustusgabe Barby". Ein Idyll mit Streuobstwiesen, einem Kunsthof und einigen Tieren. Hier kann man die Hektik des Alltags hinter sich lassen, die Natur und all ihre Gaben in vollen Zügen genießen.Chefin Katharina Zenker-Kanzler empfängt jeden mit offenen Armen. Sie kocht mit viel Leidenschaft und verwöhnt ihre Gäste mit regionalen, kreativen Gaumenfreuden. Die Küche benutzt alles, was hier wächst und gedeiht. Die Kartoffeln werden selbst angebaut, das Brot können Besucher selbst backen, viele verschiedene essbare Blüten und Kräuter gibt’s aus dem eigenen Kräutergarten. Und auch die Eier kommen selbstverständlich von den Hühnern des Hofes. Ein ganz typisches Gericht aus der Region – hier, wo die Saale in die Elbe mündet - ist die frisch gefangene Barbe. Mit Quarkkeulchen und Wiesenkräutersalat aus dem Garten ist sie eine Delikatesse. Katharinas Vater Günter Zenker ist Künstler. Die Türen seines Ateliers stehen für die Besucher offen. Bei einem Malkurs können sie selbst kreativ werden. Seit 1912 gehört das Anwesen der Familie Zenker – sie hat es durch wechselvolle Zeiten geführt. Mittlerweile bewirtschaften es drei Generationen gemeinsam, denn Katharinas 17-jähriger Sohn Christoph möchte einmal in die Fußstapfen seiner Mutter treten und das Gut weiterführen.Besondere Spezialitäten – gefunden direkt vor der Haustür und zu einem kreativen Gericht kombiniert - davon erzählt diese Folge der Reihe "Unsere köstliche Heimat".Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: unsere Menschen.Ein Film von Christiane Probst

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14:42 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Die Pfingstwurst

In Benneckenstein und in einigen anderen kleinen Orten rundherum im Harz wird zu Pfingsten eine kulinarische Besonderheit angeboten: Pfingstwürstchen. Mancherorts auch Finkenwurst genannt. Das hängt mit dem "Finkenmanöver" zusammen. Ein uralter Brauch im Harz.Seit Jahrhunderten treten Buchfinkenmännchen gegeneinander an im Wettstreit um den schönsten und längsten Vogelgesang. Der Züchter des Siegers darf sich dann für ein Jahr "Finkenkönig" nennen. 2014 wurde diese Tradition von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Ab Anfang April trainieren Züchter und Besitzer jedes Jahr mit ihren Buchfinken einzelne Gesänge auf Freiflächen und im Wald. Anfang April beginnt auch die Zubereitung der Pfingstwürste. Erwin Fessel und sein Sohn Hendrik, beide Fleischermeister aus Ilfeld, pflegen diese uralte Tradition. Aus rohem Schweinefleisch hergestellt, gewürzt nach einer geheimen Rezeptur und über Buchenspänen geräuchert, ähnelt die Pfingstwurst einer Knacker.Jeweils am Pfingstmontag um 6.00 Uhr in der Frühe ist es soweit: In Benneckenstein wird der Superstar unter den Sängern gekürt. Über 50 "Finkenfreunde" aus dem Harz, selbst aus Holland und Belgien nehmen mit ihren Buchfinken am Wettbewerb teil. Nach dem Sängerwettstreit werden Pfingstfeuer aus Tannenzweigen entzündet. Sind die Zweige abgebrannt, kommen die Pfingstwürstchen in die heiße Glutasche und werden anschließend von den zahlreich anwesenden Gästen verspeist. Manches Jahr brennen bis zu 60 Pfingstfeuer auf der Waldschneise über dem Ort.Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.Ein Film von Michael Erler

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14:34 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Der Bernburger Zwiebelklump

"Die Stadt ist das Schönste für mich", sagt Rita Ragus über ihren Geburtsort Bernburg im Salzlandkreis mitten in Sachsen-Anhalt. Die Begeisterung der 72-Jährigen für die Region und ihre Menschen ist ansteckend. Bei regelmäßigen Heimattreffen liegen ihr besonders die kulinarischen Traditionen der Magdeburger Börde am Herzen. Eine der lokalen Spezialitäten ist der Bernburger Zwiebelklump, ein Nebenprodukt der Schlachtsaison. Aus einem herzhaften Stück Hohe Rippe vom Schwein wird eine deftige Bouillon gekocht und mit Zwiebeln und speziellen Klößen zu einer mundgerechten Delikatesse verwandelt. Zu trinken gibt es dazu, das original Quedlinburger Braunbier Pupsarschknall, das bis 1966 noch als Maische in Wagen ausgefahren wurde. Ein nicht ganz ungefährliches Unternehmen, denn bei Gewitter konnte es mitunter zum nicht gewollten Pupsarschknall kommen.Es wird also bestimmt nicht langweilig, wenn die Senioren vom "Katharinentreff" und die Hortkinder des benachbarten Martinszentrums ein gemeinsames Menü zubereiten.Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.Ein Film von Alexander Zimmeck

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14:28 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Die Osterköchin

Kaum eine Region in Deutschland ist so sehr mit dem Osterfest verwoben, wie die sorbische Lausitz. Das traditionelle Osterreiten ist ein altes katholisches Ritual, bei dem die Männer einer Gemeinde per Pferd in die Nachbargemeinde reiten, um dort die Frohe Botschaft von Jesus Christi Auferstehung zu verkünden. Traditionell werden sie dort von den Frauen des Dorfes bewirtet, bevor sie wieder den Heimweg antreten.Raffaela Lehmann ist Anfang 30 und gebürtige Sorbin. Über viele Generationen hinweg bewirtet ihre Familie am Ostersonntag die Osterreiter mit dem typischen Ostergericht: Eierstichsuppe und Rindfleisch mit Meerrettich und Brot. Und alle helfen mit: die Schwiegermutter und die Tante, denn das Bewirten der Osterreiter obliegt den Frauen des Hofes.Und Raffaela Lehman achtet beim Zubereiten nicht nur auf Tradition, sondern auch auf Regionalität. Die Zutaten für ihre Gerichte stammen selbstverständlich aus der Lausitz und sind eng mit Familie und Bekannten verknüpft. Die Eier bekommt sie von ihrem Opa, der im Nachbardorf Hühner hält. Diese Eier werden von den beiden Söhnen – fünf und sieben Jahre alt ausgeblasen und traditionell mit Wachs verziert.Das Ei selbst kommt in die Suppe. Den Meerrettich baut sie auf ihrer Arbeitsstelle, dem Kinder- und Jugendbauernhof selbst an, das Rindfleisch kommt vom Bauernhof eines Kollegen.Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.Ein Film von Claudia Hempel

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14:40 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Naumburger Fleeschsubbe

Fährmann Manfred Schmidt ist mit Saale-Unstrut Wasser getauft. Schon sein Großvater hat mit der Fähre Personen an einer der landschaftlich schönen Fährstellen Deutschlands übergesetzt. Noch immer sind es pro Jahr ca. 45.000 Menschen, die sich am Seil über die Saale ziehen lassen. Zu DDR-Zeiten waren die Fährmänner der Familie Schmidt bei der Gemeinde angestellt. Der einheitliche DDR-Fährentarif betrug 5 Pfennig. Da konnte das Unternehmen nur mit staatlicher Subvention betrieben werden...Vor 20 Jahren eröffnete Manfred Schmidt an seiner Anlegestelle ein Gartenlokal. Weil er nicht nur Bockwürste verkaufen wollte, erinnerte er sich an Omas Gulaschtopf-Rezept, die sogenannte "Naumburger Fleeschsubbe". Ein Erfolgsschlager, wie sich bald herausstellte. Charakteristisch bei dieser Haus-Variante der Gulaschsuppe sind das sehr scharf und sehr knusprig angebratene Fleisch, die kräftige Würze, die dickflüssige Konsistenz, vor allem aber die Abrundung mit ca. 40 speziellen Kräutern aus dem heimischen Kräutergarten! Man beachte: Es handelt sich nicht um eine flüssige Suppe. Gereicht wird dazu einheimisches, kräftiges Graubrot.Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.Ein Film von Kerstin Holl

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14:30 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Wenn der König kommt

Ein Film von Alexander ZimmeckAm 13. September 1909 besuchte Sachsens letzter König Friedrich August III. das Schloss Ehrenberg bei Waldheim. Der damalige Besitzer hatte ein opulentes Festessen auftragen lassen: Als Hauptgang Medaillons vom Schinken auf Schotenpüree.109 Jahre später will der neue Schlossherr diese Tradition wieder aufleben lassen. Pier Giorgio Furlan hat das zu DDR Zeiten verfallene Anwesen instand gesetzt und dort ein internationales Kulturzentrum errichtet. Der italienische Architekt und Künstler pflegt einen Kulturbegriff jenseits aller Fachrichtungen und Spezialisierungen. Er lässt Behinderte, Strafgefangene, Ausländer oder Kinder mit selbstgebauten Masken und Kostümen Theater spielen. Mit den so geschaffenen Inszenierungen bereist er die Häuser der Region. Zur Zeit arbeitet er mit einer gemischten Gruppe an einem Weihnachtskrippenspiel im Schlosspark.Daneben gilt seine große Liebe natürlich der Küche. Während der Mann, der aus Venedig stammt, über das Jahr verteilt gern zu italienischen Kochkursen bittet, wird zu Weihnachten und Ostern ein besonderes Menü aufgetischt: In diesem Jahr das historische Festessen für den sächsischen König. Und wie es Tradition bei Maestro Furlan ist, inspiriert er andere, sich neuen Herausforderungen zu stellen. In diesem Fall wird die kochbegeisterte langjährige Mitstreiterin Gisela Rockhausen den Löffel zur Hand nehmen und das Königsmahl nach historischen Vorlagen komponieren. Man darf gespannt sein.

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14:41 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Der Altenburger Topfbraten

Ein Film von Kerstin HollDas "Gasthaus Gesecus" ist die kleinste Gaststätte Altenburgs, befindet sich auf dem Topfmarkt und war immer im Besitz der Familie. Heute ist Silvia Meyer, geb. Gesecus, Chefin an Herd und Tresen.Von Opa, Oma, Vater und Mutter lernte Silvia alles über Gastronomie und erbte von der Mutter das Rezept für den "Altenburger Topfbraten". Das regionale, frühere "Schlachteessen" wird traditionell im Herbst angeboten.Nieren, Herz und Schweinebacken ("unterm Ohr sitzt das Magere"), grobe Zwiebeln und das Ganze süß-sauer abgeschmeckt - das sind die Bausteine des Altenburger Topfbratens, der optisch einem Gulasch ähnelt. Serviert wird er klassisch mit Thüringer Klößen.Aber natürlich ist Altenburg nicht nur die Heimat des "Topfbratens" sondern auch des Deutschen Blattes, mit dem sich seit alters her ein zünftiger Skat dreschen lässt. Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: unsere Menschen.

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14:47 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Das Stupperle

Die Oberlausitz ist in kulinarischer Hinsicht immer für eine Überraschung gut. Das Stupperle etwa ist eine Beilage, die besonders bei den Alteingesessenen auf den Tisch kommt.André Meyer ist 35 Jahre alt, aber schon mit 3 Jahren wusste er genau, was er will: Kochen. Alles was zwischen Küchentisch, Bratpfanne und Kochtopf passiert, fasziniert ihn, weiß seine Mutter. Und so fängt er nach der Schule eine Lehre als Koch an. Nach ein paar Jahren in fremden Küchen macht sich der 21-Jährige selbstständig und kauft mit Unterstützung der Eltern einen Berggasthof in Eibau. Seitdem ist die Beckenbergbaude der Lebensmittelpunkt der Familie Meyer. Der Vater arbeitet dort als Hausmeister, die Mutter kellnert, Sohn André kocht, kauft ein, bildet aus und verantwortet die Speisekarte. Auf dieser finden sich viele regionale Gerichte nach historischen Vorbildern. "Stupperle" ist Oberlausitzer Mundart und bedeutet so viel wie "stopfen", frei übersetzt: Dinge, die satt machen. Und Stupperle machen satt, denn es sind Kartoffelkloßteigstückchen in Scheiben geschnitten und im heißen Wasser gegart. Sie werden zu verschiedenen Gerichten gereicht: von vegetarisch bis fleischig. André Meyers Lieblingsvariante ist das Stupperle mit Rindergulasch und Sauerkraut. Dass die Zutaten aus der Gegend stammen ist in der Beckenbergbaude selbstverständlich.Wie das frische Rindfleisch vom Ökohof Wobst. Die Familie Wobst bewirtschaftet ihren Bauernhof im Herzen der Oberlausitz in Mittelherwigsdorf. Mit ökologischer Rinderzucht liegen sie voll im Trend.Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.Ein Film von Claudia Hempel

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14:26 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Die Holundersuppe

Im Erzgebirge sind die Winter streng und kalt. Dem begegnet man am besten mit Wärme und Vitaminen. Im Gasthof "Zur Ofenschenke" in Hutha im Kreis Pfaffroda gibt es daher jeden Winter einen hausgemachten Klassiker: Holundersuppe.Die wärmt und belebt die Lebensgeister, wie Gastwirt Jürgen Walther weiß. Er bekam die regionale Spezialität schon als Kind von seiner Mutter serviert. Es ist ein traditionelles "Arme-Leute-Gericht", das die Menschen vor Mangelerscheinungen und Erkältungen schützte. Holunder wächst im Erzgebirge überall und kann daher leicht besorgt werden . Die Zubereitung ist recht simpel, die Wirkung aber ausgesprochen wohltuend. Doch auch die beste Holundersuppe schmeckt nur so gut wie der Saft, aus dem sie gemacht wird. Der Holundersaft für die Suppe der Ofenschenke wird von Mutter und Vater Walther selbst hergestellt. Dazu ernten sie jene heimischen Beeren, die an den Büschen um die Ofenschenke herum wachsen. Danach wird mit dem guten alten Dampf-Entsafter gearbeitet.Den Saft verarbeitet Junior Jürgen Walther gemeinsam mit seiner Frau dann zur Holundersuppe und setzt sie auf die Speisekarte seiner Ofenschenke. Außerdem reichen sie traditionellen Stollen, den Vater und Mutter Walther in ihrer alten Backstube backen. Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.Ein Film von Kerstin Holl

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14:38 Minuten

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Unsere köstliche Heimat - Das Geheimnis der Fischsuppe

Ein Film von Alexander ZimmeckDie original Wermsdorfer Fischsuppe ist weit über die Grenzen Sachsens hinaus be­kannt. Ihre besondere Zubereitung jedoch nicht. Die kennt nur einer: Udo Seidlitz. Den gebürtigen Schlesier hatte es 1954 ins sächsische Wermsdorf verschlagen. In alter Fa­milientradition stieg er bald in die Wermsdorfer Fischereigenossenschaft ein und wurde schon 1961 deren Direktor. Ein Fachmann der ersten Stunde für alles, was den Fisch an­geht. Das zweite Oktoberwochenende gehört in Wermsdorf seit alters her den Fischern. Hier findet das traditionelle Abfischen der Seen statt. Aus diesem Brauch entwickelte Udo Seidlitz schon 1969 anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung der DDR ein großes Fischfest. Bis heute zieht es jährlich Massen an. Hierbei wird die Wermsdorfer Fisch­suppe traditionell von Zehntausenden Fischfans verkostet. Die legendäre Wermsdorfer Fischsuppe hat sich im Laufe der Zeit natürlich weiterent­wickelt und viele Nachahmer gefunden. Doch das Originalrezept gilt weiterhin als ab­soluter Geheimtipp, denn ihr Erfinder Udo Seidlitz bereitet sie nur noch für einen kleinen exklusiven Kreis zu. Wir haben auf dem Fest zur Abfischung des Horstsees in die Suppentöpfe geschaut und die verschiedenen Kreationen probiert. Schließlich ließ sich Udo Seidlitz beim Kochen über die Schulter gucken und weiht uns in die Geheimnisse der Zuberei­tung seiner Fischsuppe ein.Dass Essen etwas mit Leben, Lebensart und Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den landesty­pischen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der neuen Sendereihe stehen: Unsere Menschen in unserer köstlichen Heimat.