alles zu "Planet Schule - Politik & Gesellschaft"

Hunger - Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert

Den Menschen in Haiti wurde versprochen, ihre Armut habe ein Ende, wenn das Agrarland sich dem internationalen Welthandel öffne. Doch mit der Öffnung des Marktes wurde das Land mit billigen Produkten überschwemmt, während die Bauern vor Ort nichts mehr verkauften. Zum Beispiel verdrängte US-amerikanischer Reis die einheimischen Reissorten, die mit dem Billigprodukt nicht konkurrieren konnten. Tausende Bauern verließen ihre Dörfer, um in der Hauptstadt Port-au-Prince ein besseres Leben zu finden.

Hunger - Brasilien: Ausverkauf im Regenwald

Der Regenwald im Amazonasgebiet von Brasilien wird immer weiter abgeholzt, um die Nachfrage der Industrienationen nach Tropenholz, Rindfleisch und Tierfutter zu befriedigen. Zurück bleiben riesige Soja-, Mais- und Zuckerrohr-Monokulturen, die wenige Großgrundbesitzer reich machen, während die Landbevölkerung ums Überleben kämpft.

Hunger - Indien: Sackgasse Gentechnologie

In Indien haben sich viele Bauern auf genetisch verändertes Saatgut eingelassen: Westliche Agrarkonzerne versprachen ihnen eine "grüne Revolution". Statt den erhofften Wohlstand zu erreichen, wurden Tausende Bauern jedoch in die Abhängigkeit von Großkonzernen gezwungen und haben sich hoch verschuldet. Für viele ist der Selbstmord die letzte "Fluchtmöglichkeit" aus der Schuldenspirale.

Hunger - Kenia: Kampf ums Wasser

Durch den Klimawandel kommt es in Kenia immer häufiger zu extremer Dürre. Die Massai führen einen aussichtslosen Kampf um Weideland und Wasser für ihre Rinder. Denn das ohnehin spärliche Wasser wird über Pipelines zu Farmen geleitet, auf denen Rosen, Nelken und andere Blumen für den Export gezüchtet werden. So beziehen Großabnehmer in Deutschland Blumen für den Muttertag aus Kenia, während 40 Prozent der Kenianer keinen Zugang zu Trinkwasser haben.

Gezeichnete Seelen - Wahnsinnig zwanghaft

Jedes Mal, wenn Stefan an Saddam Hussein dachte, hatte er das Gefühl, er würde dadurch den Golfkrieg weiter anheizen. Gehen, Reden, Essen und Trinken - alle seine Handlungen musste er vollendet haben, ohne dabei an Saddam Hussein zu denken. Andernfalls ist er gezwungen, die Handlung zu wiederholen, wieder und wieder und wieder.... Ein kleiner Einblick in die existenziellen Kämpfe und Nöte derjenigen, die an Zwangsneurosen leiden.

Mona Monete - Mona Monete für die Grundschule

Mona Monete will lernen, wie das System Wirtschaft funktioniert. Wie hat das alles angefangen mit dem Geld, dem Leihen, Handeln, Kaufen und Verkaufen? In kurzen, leicht verständlichen Animationsclips werden hier mit viel Witz die Grundzüge des Wirtschaftlebens erklärt. Als Trickfilmfigur reist Mona in die Steinzeit, ins Mittelalter, in die Zeit der Industrialisierung und in die Südsee. Überall macht sie Erfahrungen mit verschiedenen Wirtschaftsformen. Ob als Jägerin in der Steinzeit, als mittelalterliche Fürstendienerin, als Händlerin auf einem florentinischen Markt oder als Fabrikarbeiterin - die Gesetze des Marktes greifen überall.

Internationale Krisen (Produktion 2016) - Kuba

Panama, im April 2015. Der Handschlag zwischen US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro beim Amerika-Gipfel wird zum Symbol einer neuen politischen Ära. Nach über 50 Jahren erbitterter Feindschaft nehmen die Vereinigten Staaten von Amerika und Kuba kurze Zeit später ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf. Die Fronten waren verhärtet, seitdem der karibische Inselstaat im Kalten Krieg Teil des sozialistischen Machtblocks geworden war. Der von den USA unterstützte Diktator Fulgencio Batista herrschte über Kuba, bis er und sein korruptes Regime im Januar 1959 von kubanischen Revolutionären gestürzt und vertrieben wurden. Unter den führende Guerilleros waren: Fidel Castro, sein Bruder Raúl und Che Guevara. Für die USA war das sozialistische Kuba vor ihrer Haustür eine Provokation. Das Wettrüsten zwischen Ost und West und ein Machtpoker zwischen der sozialistischen Sowjetunion und den kapitalistischen Vereinigten Staaten brachten im Oktober 1962 die Welt an den Rand eines Atomkrieges. Die Kuba-Krise wurde zum Sinnbild des Kalten Krieges, der mit der Strategie eines atomaren Wettrüstens in einer nuklearen Katastrophe zu enden drohte. Nach dem Zerfall der UdSSR blieb Kuba zunächst sozialistisch. Heute duldet die Regierung unter Raúl Castro Privatwirtschaft auf der Insel. Der kubanische Staatschef hat gemeinsam mit dem US-Präsidenten Barack Obama den historischen Konflikt zwischen den Ländern beigelegt. Der Film zeichnet den Verlauf der Kuba-Krise nach und zeigt die aktuelle Entwicklung im Verhältnis zwischen den USA und Kuba.

Internationale Krisen (Produktion 2016) - Nahost

Kaum ein Tag vergeht ohne Eilmeldungen zum Nahost-Konflikt. Auf scheinbar greifbare Friedenslösungen zwischen Israelis und Palästinensern folgen immer wieder neue Wellen der Gewalt. Im Jahr 2014 etwa liefern sich beide Seiten einen Krieg, dem 2104 Palästinenser und 69 Israelis zum Opfer fallen. Die Konfliktpunkte sind zahlreich. Umstritten ist etwa die Sperranlage Israels im Westjordanland, mit der sich das Land gegen palästinensischen Terror schützen will. Die palästinensische Seite aber fühlt sich eingeschlossen und sieht ihre Gebiete durch die Sperranlage zerschnitten, die eine Entwicklung hin zu einem eigenen Staat unmöglich gemacht. Ein eigener Staat neben Israel ist aber seit Jahrzehnten das Ziel eines Teils der Palästinenser. Ein anderer, militanter, Teil der Palästinenser will einen eigenen Staat ohne den Nachbarn Israel, will Israel vernichten. Und so nimmt die Gewalt kein Ende. Der Film verfolgt die Chronologie des "Dauer-Konflikts" im Nahen Osten von seinen Anfängen bis in die heutige Zeit und wirft auch ein Licht auf die machtpolitischen Interessen anderer an diesem Konflikt.

Internationale Krisen (Produktion 2016) - Nordirland

Kein anderer Konflikt hat eine so lange Geschichte wie der Nordirland-Konflikt. Seine Wurzeln liegen bereits mehr als 800 Jahre zurück. In den 1970er Jahren mündete er in einen blutigen Bürgerkrieg mit 3600 Toten. Im Kern geht es um die staatliche Zugehörigkeit Nordirlands. Die Mehrheit der Protestanten will, dass Nordirland Teil Großbritanniens bleibt. Die Mehrheit der Katholiken aber will, dass Nordirland mit der Republik Irland vereint wird. Trotz der Fortschritte, trotz eines 1998 begonnenen Friedensprozesses, schwelt der Konflikt auch heute noch. Zwar haben die meisten der Extremisten auf beiden Seiten offiziell das Ende des bewaffneten Kampfes verkündet, doch Ausschreitungen sind immer wieder an der Tagesordnung. Zu groß ist bei vielen der Hass, zu tief sitzen die Verletzungen, als dass ein friedliches Miteinander Normalität sein könnte. Nichts macht dies deutlicher als die hohen Mauern, etwa in Belfast zwischen den katholischen und protestantischen Wohnvierteln, die "peace lines" - "Friedenslinien". Der Film geht der Entstehung des Nordirlandkonflikts und seiner Entwicklung bis heute nach.

Internationale Krisen (Produktion 2016) - Jugoslawien

Armut, Ausgrenzung und Hass gegen ethnische Minderheiten. Noch heute leiden die Menschen im ehemaligen Jugoslawien an den Folgen des Bürgerkrieges. Warum ist Jugoslawien zerfallen? Einen Verbund verschiedener Staaten in Mittel- und Südosteuropa hatte es in unterschiedlicher Form bereits seit 1918 in einem Königreich gegeben. 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Region und überzog mit Hilfe des kroatischen Ustascha-Regimes das Königreich mit Terror. Juden, Roma und Menschen aus anderen Volksgruppen wurden systematisch ermordet. Die kommunistischen jugoslawischen Partisanen bekämpften die Faschisten in der Region und befreiten das Land von den Besatzern. Der Führer der Partisanen war Josip Broz, genannt Tito. Der charismatische Politiker war seit der Gründung der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien im Jahr 1945 bis zu seinem Tod 1980 der Staatschef Jugoslawiens. Der Vielvölkerstaat Jugoslawien war ein vielfältiger, multi-ethnischer Staatenverbund mit einem starken wirtschaftlichen Gefälle zwischen dem Norden und dem Süden. Bereits 1971 gab es erste Forderungen nach Unabhängigkeit in den Teilstaaten. Während der 1990er Jahre forderten immer mehr Republiken ihre Unabhängigkeit. Das politisch dominante Serbien und seine Machthaber antworteten mit Unterdrückung und Gewalt. In allen Teilrepubliken Jugoslawiens wurden ethnische und nationalistische Gefühle der Menschen mobilisiert, um territoriale Ansprüche durchzusetzen. Der blutige Bürgerkrieg, der zum Zerfall Jugoslawiens führte, dauerte 10 Jahre. Der Film geht den Ursachen für die Auflösung Jugoslawiens nach und zeigt, welche Auswirkungen der Konflikt bis heute hat.