alles zu "Planet Schule - Politik & Gesellschaft"

Christentum - Jugendliche und Kirche

Jonathan und Magdalena sind in der katholischen Gemeinde aktiv. Die beiden Jugendlichen kommen aus christlichen Familien. Jonathan ist Ministrant, er geht regelmäßig zum Gottesdienst. Magdalena kann mit dem traditionellen katholischen Gottesdienst weniger anfangen, sie bringt sich lieber in der Kinder- und Jugendarbeit ein. Der Jugendtreff der Gemeinde steht allen offen, religiöse Unterschiede spielen dort keine Rolle. Die 16-Jährige ist froh, dass in ihrer Gemeinde Ökumene möglich ist. Die Jugendlichen wollen die Kirche verändern und sie haben viele kritische Fragen. Besonders die Rolle der jungen Menschen und der Frauen in der katholischen Kirche beschäftigt sie. "Kirche ist immer Baustelle", sagt Magdalena.

Christentum - Gesellschaft und Kirche

Alyn und Tezebit sind freiwillige Helferinnen im Petershof im Duisburger Stadtteil Marxloh. Das katholische soziale Zentrum ist Anlaufstelle für viele Menschen in dem Brennpunktviertel. Leiter der Einrichtung ist Pater Oliver, der Pfarrer der Gemeinde. Menschen verschiedener Kulturen und Religionen arbeiten hier eng zusammen. Neben Essen und Kleidung bieten sie den Besuchern vor allem auch Gesprächsmöglichkeiten an.

Christentum - Glaube und Kirche

Lydia will evangelische Pfarrerin werden, sie ist Vikarin. Zu ihrer Ausbildung gehören intensive Auseinandersetzungen mit den Grundsätzen des christlichen Glaubens, besonders mit der Person und der Botschaft von Jesus Christus. Auch die dunklen Seiten des Christentums beschäftigen die angehenden Pfarrer. Das Christentum hat im Lauf seiner Geschichte in vielen Regionen der Welt immer wieder Krieg, Gewalt und Schrecken verbreitet. Aaron, Lydias Kollege, will gerade deswegen mit der christlichen Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit die Menschen erreichen.

Missing Movies - Shady

Nada Riyad lebt in Ägypten und hat schon in verschiedenen Flüchtlingslagern gearbeitet. Sie stellt in ihrem Kurzspielfilm den kleinen Shady ins Zentrum, der eifersüchtig wird, als er erfährt, dass seine Mutter ein Geschwisterchen erwartet. Von da an versteht er die Welt im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr und hört alles nur noch als Ton und Rhythmen. Selbst seine Eltern und Geschwister kommen nicht mehr an ihn heran. Das führt zu vielen Missverständnissen, die die Filmemacherin komödiantisch überzieht, ohne die Verzweiflung zu verharmlosen. Am Schluss stellt der kleine Shady fest, dass ein weiteres Geschwisterkind vielleicht sogar schön sein könnte... Nada weiß, dass Vertreibung und Ungewissheit in vielen Flüchtlingsfamilien dazu führt, ein weiteres Kind zu gebären. Sie holt ihre jungen Zuschauer also genau dort ab, wo viele stehen und nimmt ihnen die Angst vor der befürchteten Einsamkeit.

Missing Movies - Riese

Die Heldin dieser Geschichte ist Ola, die sich mit einem Riesen anfreundet. Ola lebt in sehr beengten und schwierigen Verhältnissen zusammen mit verschiedenen anderen Familien. Ihr einziger Zufluchtsort ist das Dach des Hauses, das sie heimlich für sich als Rückzugsort hergerichtet hat. Dort sitzt sie über der Stadt und blickt auf das Meer als sie in der Bucht einen Riesen entdeckt, der dort gerade seine Morgentoilette durchführt... der Beginn eines gemeinsamen Abenteuers.

Jugendliche & Corona - Homeschooling und Geldprobleme

Als die Corona-Zahlen im März 2020 weltweit ansteigen, werden in Argentinien, Deutschland und Japan immer mehr Schulen geschlossen. Auch in den USA, in Brasilien und in der Mongolei werden Schüler*nnen nach Hause geschickt. Lola, Lynn, Nomuun, Megumi und Devin müssen Homeschooling machen - eine völlig neue Erfahrung. Mary, USA, ist mit der High-School fertig und muss ihren Abschluss fast alleine feiern. Für Stacy aus Taiwan bleibt dagegen fast alles gleich. Das liegt daran, meint sie, dass Taiwan vor etwa 20 Jahren eine SARS-Epidemie erlebt hat und jetzt besser gewappnet ist. Nick aus Brasilien hat sich gerade an der Uni eingeschrieben. Doch er muss sein Zimmer aufgeben, weil er es nicht bezahlen kann. Megumi aus Japan hat einen Teilzeitjob in einem Take-away, um die Schulgebühren zu finanzieren. Doch als sich jemand in ihrer Nähe mit COVID-19 infiziert, darf sie nicht mehr arbeiten gehen. Sie macht sich große Sorgen um ihre Zukunft.

Jugendliche & Corona - Quarantäne und Fake News

Bei den meisten Jugendlichen hat Corona den Alltag völlig durcheinandergebracht. Sergio aus Kolumbien und Janne aus Deutschland fällt es schwer, ihre Freunde nicht treffen zu können. In Buyas Dorf in Taiwan sind die sonst so gastfreundlichen Menschen Fremden gegenüber ängstlich geworden. Überall herrscht Unsicherheit; die tägliche Flut an Informationen ist schwer einzuordnen. Casiana erzählt von einer Gruppe von Student*innen in Argentinien, die Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Stacy zeigt Fake News, die in Taiwan kursieren und erklärt, worauf man achten muss, um sie zu entlarven. Auch Akinobu aus Japan, und Devin aus den USA, sind kritisch: Ihnen ist wichtig, Informationen nicht ungefiltert weiterzugeben.

Jugendliche & Corona - Alltag und Diskriminierung

Das Coronavirus trifft immer mehr Länder und es ist kein Ende in Sicht. Salvador aus Argentinien und Salvo aus Deutschland fühlen sich isoliert und vermissen ihr normales Leben. In Argentinien, erzählt Lola, braucht man eine spezielle Erlaubnis, um das Haus zu verlassen. Akinobu berichtet von Hamsterkäufen in Japan und Devin, USA, ist froh, dass seine Familie einen Garten hat und sich selbst mit Gemüse und Kräutern versorgen kann. Die Pandemie schürt Ängste. Viele Menschen schotten sich ab. Leticia aus Brasilien, Lola aus Argentinien und Megumi aus Japan berichten, wie Menschen diskriminiert werden, die sich mit COVID-19 infiziert haben oder im Gesundheitssektor arbeiten. Lynn, Deutschland, würde sich wünschen, dass genau diese Leute - Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte - mehr gewürdigt und besser bezahlt werden. Vor allem in den USA ist Diskriminierung auch Thema der "Black Lives Matter”-Bewegung, für die Devin sich engagiert. Gerade in Corona-Zeiten ist Solidarität nötig. "Wir sollten gemeinsam kämpfen", sagt Stacy aus Taiwan, denn "Krankheit kennt keine Grenzen".

Organspende - Leben und Tod

Organspende ist ein Thema, das viele Menschen verunsichert und Fragen aufwirft. Es ist ein Thema, über das man sprechen muss. Dieser Film zeigt alle Seiten der Organspende. Er erzählt von der Einlieferung eines Sterbenden ins Krankenhaus bis zur Spende und auf der anderen Seite vom verzweifelten Warten auf ein lebensrettendes Organ über die riskante Transplantation bis zum Leben mit dem neuen Organ. Autor Patrick Hünerfeld dokumentiert einfühlsam die Schicksale der betroffenen Menschen. Mit seinen Kamerateams begleitete er sowohl Menschen, die auf ein Organ warten, als auch Menschen, die am Ende ihre Organe spenden - oder auch nicht, weil sie die notwendigen Kriterien nicht erfüllen oder sich ganz bewusst dagegen entschieden haben. Dabei zeigt und erklärt der Film wie mit möglicherweise hirntoten Patienten umgegangen wird, wie auch die Angehörigen betreut werden, wie eine Hirntoddiagnostik durchgeführt und dabei sichergestellt wird, dass der Patient wirklich tot ist. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Wie läuft alles konkret ab? Was machen die Ärzte bei der Organentnahme und was bedeutet das für den Leichnam und die Möglichkeit sich vom Verstorbenen zu verabschieden. Als Zuschauer erlebt man unmittelbar mit, was Organspende für einen selbst, als möglichen Spender oder auch als betroffenen Angehörigen bedeutet.