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52:00 Minuten

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Der Weg zu den Sternen - Film von Pawel Kluschanzew

Der Film, der 1957 in der Sowjetunion produziert wurde, gehört bis heute zu den erstaunlichsten Special Effekt-Produktionen der Filmgeschichte. Selbst Hollywood-Größen wie Stanley Kubrick kamen an dem frühen Sowjet-Klassiker nicht vorbei und "kupferten" zehn Jahre später fleißig für "2001- Odyssee im Weltraum", der zu einem Welterfolg wurde. Auch wenn mittlerweile ganz andere Möglichkeiten bestehen, der Fantasie Bilder zu schenken - als Vorreiter von visuellen Effekten bleibt "Der Weg zu den Sternen" bis heute einer der bedeutendsten Science Fiction Filme.Einem der Väter der Raumfahrt - Konstantin Ziolkowski - gewidmet, zeigt der Film die Entwicklung der Wissenschaft und Astronomie, von den Anfängen bis zum ersten Sputnik, der 1957 das Tor zum Weltraum aufstieß. Erste Erfahrungen mit der Schwerelosigkeit werden demonstriert, zu einem Zeitpunkt als noch niemand wusste, was dabei genau passieren wird. Ebenso fantastisch die Raumstation, die im All als Sprungbrett zu den Sternen inszeniert wird. Alles Neuland damals für die menschliche Fantasie. Ebenso die Landung auf dem Mond, aber auch die wird imposant in Szene gesetzt.Ein Blick zurück in die Filmgeschichte, ein Blick zurück in die Vorstellungskraft der Menschen.

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29:17 Minuten

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Die Weite suchen - Film von Falk Schuster

DDR. Sommer 1987. Familie Schuster aus dem Bezirk Leipzig fährt einmal quer durchs Land in den Urlaub. Mit dem Trabant und einem Anhänger zu einer Privatunterkunft an der Ostsee. Diese befindet sich in dem kleinen Ort Klütz in unmittelbarer Nähe zur damaligen innerdeutschen Grenze. Hier ticken die Uhren anders als normalerweise in der DDR. Volkspolizei, Grenzbrigaden und deren Helfer in Zivil haben ihre Augen und Ohren überall. Die übereifrigen Staatsorgane spähen und sehen überall potentielle Republikflüchtlinge im Urlauberparadies. Privaturlaub an der Ostsee war in der DDR etwas ganz Besonderes. Es war ratsam, alle nötigen Lebensmittel selbst mitzubringen. Mit der DDR-Währung, der sogenannten Alu-Mark, konnte man eine solche Privatunterkunft selten mieten. Begehrte Tauschwaren machten jedoch vieles möglich. Vater Schuster konnte dem Vermieter etwas Besonderes bieten. Als Kfz-Schlosser tauschte er kostbare Trabi-Ersatzteile für die Unterkunft in einer umgebauten Hinterhofgarage. Quasi als "Eintrittskarte" für zwei Wochen Strandurlaub.Der autobiografische Anima-Dok-Film begleitet Familie Schuster durch ihren Urlaubsalltag in der DDR. Ein ehemaliger Grenzer berichtet von seiner Arbeit, Einheimische erläutern die "Invasion" der Sachsen in den großen Ferien und die Familie selbst kommt ebenfalls zu Wort. Persönliche Erinnerungen, Interviews und eingestreute Fakten verschmelzen in Falk Schusters Film zu einem gezeichneten Reisetagebuch. Die längst vergangene Fahrt erwacht durch den skizzenhaften Strich wieder zum Leben und lässt Familie Schuster noch einmal nach der Weite suchen.

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94:47 Minuten

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Alles andere zeigt die Zeit - Leipzig und anderswo 1989 - 2015

Isabel, einst Punkmädchen in Leipzig und heute Insolvenzverwalterin in Schwaben, Sven, der sich meist arbeitslos durchs Leben schlägt, und Jenny, die sich noch immer mit der Tätigkeit ihrer Mutter bei der Stasi beschäftigt. Alle drei sind heute um die 40 und ihre Lebenszeit in der Bundesrepublik ist inzwischen länger als die, die sie in der DDR verbracht haben. Drei individuelle Lebenswege, die zeigen, welche unterschiedlichen Auswirkungen der gesellschaftliche Umbruch in Ostdeutschland hatte: Strukturwandel und Arbeitslosigkeit, Abwanderung und sozialer Aufstieg im Westen, die Schatten der Diktatur auf die Bundesrepublik nach der Einheit. Die detaillierte Langzeitbeobachtung verschiedener Lebensentwürfe und Schicksalsschläge macht den politischen und sozioökonomischen Wandel nach der Einheit auf anschauliche Art sichtbar.

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45:57 Minuten

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1989 - Aufbruch ins Ungewisse - Unbekanntes aus Mitteldeutschland

Es gibt eine Fülle bislang unerzählter Geschichten aus den Städten und Dörfern jenseits von Leipzig oder Berlin. Exklusive Zeitzeugen, unbekanntes Archivmaterial, hochemotionale Szenen aus dem Schicksalsjahr 1989. Menschen aus Mitteldeutschland erzählen von ihren großen und kleinen Taten, ihren Hoffnungen und Ängsten während der Zeit der friedlichen Revolution. Menschen, die abseits der großen Zentren Geschichte geschrieben haben und auch zum Sturz der DDR beitrugen.Die DDR im Mai 1989. Überall im Land stehen Kommunalwahlen an. Auch eine Bankangestellte aus Halle wird als Wahlhelferin verpflichtet. Im Laufe des Tages fällt der Ökonomin plötzlich auf, wie von ihr ausgezählte Stimmlisten wenig später mit gefälschten Zahlen auftauchen. "Also da waren die Gegenstimmen plötzlich weg", erinnert sie sich. Die bislang völlig unpolitische Angestellte nimmt ihren ganzen Mut zusammen und weigert sich, diese Listen weiter zugeben. Sie möchte nicht mehr Teil dieses Systems aus Lügen und Lethargie sein, kann das mit ihrem Gewissen nicht mehr vereinbaren. So geht es vielen im Land.Mehr und mehr wird begonnen, die Autorität der SED offen in Frage zu stellen. Die Industrie ist veraltet und überholt, die Wirtschaft droht zu kollabieren. Selbst bei der Wismut AG in Ronneburg macht sich das bemerkbar. Weil der Abbau von Uran zurückgefahren werden soll, droht vielen Bergleuten das Aus. Sie sollen auf einmal nicht mehr unter Tage arbeiten dürfen, sondern Bonbon- oder Nudelmaschinen herstellen. Ein Akt der Verzweiflung, wie selbst der damalige ökonomische Direktor der Wismut erkennt.Die marode Wismut AG - kein Einzelfall. Auch im Leipziger Braunkohlerevier sieht es nicht besser aus. Immer wieder ziehen neue Staubwolken auf und hüllen das Land in ein einziges Grau. Eine Kinderkrankenschwester aus Espenhain muss Tag für Tag mit ansehen, wie immer mehr Kinder wegen Atemnot und Hautausschlägen zum Kinderarzt gehen. "Sie haben die Leute nicht gesehen, sie haben die Leute gerochen", beschreibt sie die katastrophale Lage. Ähnlich ist die Lage im Frühjahr ’89 im thüringischen Knau. Gülle von 180.000 Schweinen nimmt der Bevölkerung die Luft zum Atmen. Ganze Waldgebiete veröden durch die giftigen Güllegase. "Da wäre es Ihnen schlecht geworden", weiß der damalige Pfarrer aus dem benachbarten Dittersdorf heute noch zu berichten. Gemeinsam gehen jetzt Umweltschützer aus Ost und West gegen die Verantwortlichen vor. Von der Stasi bedrängt, entscheidet sich der Pfarrer schweren Herzens zur Ausreise in die Bundesrepublik. Wie er brechen tausende Bürger der DDR in diesem Sommer über Prag und Ungarn auf in den Westen.Doch eigentlich möchten die meisten Menschen ihre Heimat gar nicht verlassen. Was sie wollen, sind schrittweise Veränderungen im verkrusteten Land. Und so sind es in vielen Dörfern und Städten gerade ganz einfache Leute, die über Nacht zu Helden werden. So wie ein gelernter Fleischer aus Arnstadt, der in seiner Unzufriedenheit mit dem Zustand seines Landes eines Nachts anfängt, Flugblätter zu schreiben und seine Nachbarn aufzurufen zum friedlichen Protest gegen den Staat. Und tatsächlich kommt es dann am 30. September ’89 zur ersten Demonstration in Arnstadt …

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44:27 Minuten

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1989 - Aufbruch ins Ungewisse - Unbekanntes aus Mitteldeutschland

Es gibt eine Fülle bislang unerzählter Geschichten aus den Städten und Dörfern jenseits von Leipzig oder Berlin. Exklusive Zeitzeugen, unbekanntes Archivmaterial, hochemotionale Szenen aus dem Schicksalsjahr 1989. Menschen aus Mitteldeutschland erzählen von ihren großen und kleinen Taten, ihren Hoffnungen und Ängsten während der Zeit der friedlichen Revolution. Menschen, die abseits der großen Zentren Geschichte geschrieben haben und auch zum Sturz der DDR beitrugen.Die ersten Novembertage. Der Staat befindet sich in Auflösung, überall in den Städten und Dörfern regt sich der Protest. Doch in den Kasernen der NVA wird weiter für den Kampf gegen den Klassenfeind trainiert. Rekruten werden eingezogen, darunter auch zwei junge Männer aus dem Umfeld der Leipziger Bürgerbewegung. Sie selber waren bei den ersten Montagsdemonstrationen dabei. Jetzt müssen sie einrücken - und schon wenige Tage später kommt ein überraschender Einsatzbefehl. Die Männer haben Angst: Werden sie jetzt gegen die eigene friedlich demonstrierende Bevölkerung eingesetzt? Am 9. November 1989 fällt die Berliner Mauer, nach 28 Jahren. Auch andernorts bekommt der Eiserne Vorhang rasch erste Löcher. Der Wetterwart auf dem Brocken traut seinen Ohren nicht, als sein kleiner Sohn mit der Nachricht nach Hause kommt: "Mutti, Papa mitkommen. Der Onkel macht mit dem großen Trecker die Grenze kaputt!"Der 9. November - für die meisten ein Tag voller Jubel, aber nicht für alle. Ein Oberstleutnant der Stasi feiert an diesem Tag einen großen runden Geburtstag, doch er und seine Kollegen betrachten die Vorgänge mit sehr gemischten Gefühlen.Die Aufbruch-Stimmung erfasst das ganze Land. Auch in den Gefängnissen kommt es zu Demonstrationen und Streiks. Häftlinge fordern eine Überprüfung ihrer Strafen - politische Gefangene die Freilassung. Ein stellvertretender Gefängnisleiter berichtet der Regierung von chaotischen Zuständen und setzt sich für eine Lösung ein. Am 6. Dezember ’89 verkündigt die DDR-Regierung eine Amnestie. Werdau im sächsischen Vogtland. Hier kam es vor wenigen Wochen zur Eskalation zwischen Bürgern und Einsatzkräften der Polizei an den Bahngleisen, als ein Zug mit DDR-Flüchtlingen aus Prag vorbei fuhr. Nun tritt der verantwortliche Major der Volkspolizei vor die versammelten Bürger der Stadt und entschuldigt sich für das brutale Vorgehen seiner Einheit. "Ich hab´ keinen Schlaf gefunden hinterher, weil mir dieses ganze Geschehen durch den Kopf ging." Eine sehr ergreifende und leider auch sehr seltene Geste in diesem Herbst, an die sich viele Werdauer bis heute gut erinnern.

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44:36 Minuten

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1989 - Aufbruch ins Ungewisse - Unbekanntes aus Mitteldeutschland

Es gibt eine Fülle bislang unerzählter Geschichten aus den Städten und Dörfern jenseits von Leipzig oder Berlin. Exklusive Zeitzeugen, unbekanntes Archivmaterial, hochemotionale Szenen aus dem Schicksalsjahr 1989. Menschen aus Mitteldeutschland erzählen von ihren großen und kleinen Taten, ihren Hoffnungen und Ängsten während der Zeit der friedlichen Revolution. Menschen, die abseits der großen Zentren Geschichte geschrieben haben und auch zum Sturz der DDR beitrugen. Anfang Dezember 1989 herrscht Hochbetrieb in den Stasi-Dienststellen der untergehenden Republik. Es gilt, möglichst schnell hochbrisantes Aktenmaterial zu vernichten. Die Öfen und Reißwölfe laufen rund um die Uhr. So auch in der örtlichen MfS-Bezirksverwaltung in Halle, wo sich ein Diplom-Geologe der Aktenvernichtung entgegenstellt. „Wir haben die Reißwölfe stillgelegt.“ In Salzwedel kommt es zu einem dramatischen Gegenüber. Auch hier will ein Lehrer verhindern, dass Akten verbrannt oder vernichtet werden. Als er sich mit Mitstreitern aus dem Bürgerkomitee Zutritt verschaffen will, hält man ihm eine Pistole an den Kopf...Während der Pause in ihrem kleinen Aufenthaltsraum hören Busfahrer im thüringischen Suhl zufällig im Radio, dass jeder das Recht besitzt, Einsicht in seine eigene Stasi-Akte zu nehmen. Spontan fahren sie zur örtlichen Stasibehörde und müssen mit ansehen, wie im Hof Akten auf einen LKW zum Abtransport geladen werden. Sind das Akten, die vernichtet werden sollen? Die Busfahrer entscheiden blitzschnell, das Gebäude mit ihren Bussen zu umstellen - und riegeln damit die Stasibehörde ab.Es ist Silvester. Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Erstmals seit 28 Jahren feiern Ost und West zusammen - nicht nur am Brandenburger Tor. In einer NVA-Kaserne im brandenburgischen Beelitz jedoch wird nicht gefeiert. Die aktuellen Entwicklungen werden hier wie in der gesamten Armee von der Führung völlig ignoriert. Spontan schließen sich an diesem Tag einige Wehrpflichtige zu einer Demonstration zusammen. Sie trinken sich Mut an und versammeln sich vor dem Kasernentor. „Wir waren verzweifelt genug um zu sagen: Wir nehmen jede Chance wahr.“ Was vorher undenkbar war, tritt nun ein - die Soldaten verweigern den Dienst. Zwei Rekruten aus Leipzig erarbeiten zusammen mit weiteren Soldaten einen ersten Forderungskatalog. Die Soldaten harren aus, bleiben standhaft, auch als am 3. Januar Verteidigungsminister Theodor Hoffmann nach Beelitz kommt. Der Beelitzer Soldatenstreik ist die erste Meuterei in einer deutschen Armee seit dem 2. Weltkrieg.Der Staat ist in Auflösung begriffen. Runde Tische und neue Parteien werden gegründet und Demokratie geübt. Mildensee, ein kleines Dorf bei Dessau, macht den Anfang. In geheimer und freier Wahl wird hier im Januar 1990 eine Bürgermeisterin gewählt - noch vor der ersten Volkskammerwahl im März 1990.

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43:23 Minuten

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1989 - Aufbruch ins Ungewisse - Unbekanntes aus Mitteldeuschland

Es gibt eine Fülle bislang unerzählter Geschichten aus den Städten und Dörfern jenseits von Leipzig oder Berlin. Exklusive Zeitzeugen, unbekanntes Archivmaterial, hochemotionale Szenen aus dem Schicksalsjahr 1989. Menschen aus Mitteldeutschland erzählen von ihren großen und kleinen Taten, ihren Hoffnungen und Ängsten während der Zeit der friedlichen Revolution. Menschen, die abseits der großen Zentren Geschichte geschrieben haben und auch zum Sturz der DDR beitrugen.5. Oktober 1989. An den Bahngleisen von Werdau in Sachsen braut sich etwas zusammen. Die Menschen sind gekommen, um die Durchfahrt eines Sonderzuges zu beobachten. Der Zug kommt aus Prag und muss durchs Vogtland in Richtung Bundesrepublik fahren, voll mit DDR-Flüchtlingen aus der Prager Botschaft, denen Außenminister Genscher sechs Tage zuvor die Genehmigung ihrer Ausreise verkündet hat. Hier bei Werdau ist eine Stelle, wo alle Züge besonders langsam fahren müssen. Die örtlichen Polizeieinheiten sind nervös. Sie sollen mögliche Ausschreitungen und das Aufspringen auf den Sonderzug verhindern. Die Einsatzkräfte werden an den Gleisen zusammengezogen und versuchen, die Schaulustigen zu vertreiben. - Die Situation eskaliert, Hunde und Schlagstöcke kommen zum Einsatz. Eine Brutalität, die den verantwortlichen Major der Volkspolizei zum Nachdenken zwingt: "Du bist dort das erste Mal gegen Teile deines eigenen Volkes vorgegangen."Nur eine Woche später, der 40. Jahrestag der DDR. Viele Menschen sehen die pompösen Paraden und ausgelassenen Feiern nur noch als Farce. Auch für eine Bäckerin in Arnstadt gibt es keinen Grund zu feiern. Mit Gleichgesinnten zieht sie durch die Stadt - auf Bettlaken Forderungen nach Reformen. Auch hier greifen die Polizeieinheiten knüppelnd ein, lösen die Versammlung mit Gewalt auf. Eine erniedrigende Odyssee erwartet die Bäckerin. Sie wird verhaftet, vernommen und ins Erfurter Gefängnis gebracht.Am gleichen Tag im sächsischen Plauen: Hier versammeln sich bis zu 10.000 Menschen zum gemeinsamen Protest, unter ihnen auch ein Lehrer und viele seiner Schüler. Am nächsten Schultag wird er von der Schulleitung angewiesen, die Demonstration vom 7. Oktober in den Klassen als staatsfeindliche Provokation aufs Äußerste zu verurteilen. Moralisch hin und her gerissen, stellt er sich die Frage: "Musst du jetzt zum Schwein werden, zum elenden verlogenen Schwein?"Zwei Tage später macht sich ein Gastwirt aus Oschatz auf in die Stadt der berühmten Montagsdemos. Heimlich filmt er mit seiner Kamera in Leipzig und führt die Bilder dann seinen Nachbarn und Mitbürgern daheim vor. "Was in Leipzig möglich ist, das muss auch hier möglich sein", sagen sich die Oschatzer und stellen in der Kirche zum ersten Mal die Obrigkeit zur Rede.

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88:54 Minuten

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Zur See – Als der Osten das Traumschiff erfand -

Sie war ein echter Straßenfeger, der Millionen Zuschauer in der DDR ab Januar 1977 an die Fernsehschirme fesselte: "Zur See". Die Serie des DDR-Fernsehens wurde schon nach Ausstrahlung der ersten Folgen zur Legende. Noch heute erinnert sich wohl jeder Zuschauer an die Titelmelodie, die einen als Ohrwurm wochenlang begleitet hat. Horst Drinda, Jürgen Zartmann, Günter Schubert – die bekanntesten DDR-Schauspieler jener Zeit fahren als Seeleute an Bord der MS "Fichte" um die halbe Welt und haben dabei die abenteuerlichsten Situationen zu meistern: sei es ein Brandsatz an Bord, ein Bullenkampf an Deck, ein Motorschaden auf hoher See oder die Rettung eines schwer kranken Crew-Mitglieds in allerletzter Minute. Fesselnde Geschichten, zwischen Alltag und Krisen – und etliche davon basieren auf wahren Begebenheiten. Die Dreharbeiten dauern mehr als zwei Jahre, denn das Schiff ist eigentlich ein Ausbildungsfrachter der Deutschen Seereederei, auf dem Matrosen und Offiziere ihre praktische Ausbildung auf "Großer Fahrt" beenden. Die fast 300 Mann Besatzung sind deshalb auch als Komparsen bei den Dreharbeiten voll im Einsatz. Die Reise mit der Filmcrew geht Richtung Kuba. Direkt. So der Wunsch des DDR-Fernsehens. Westliche Häfen sollen auf keinen Fall angelaufen werden . personelle Verluste will man unbedingt vermeiden. Jürgen Zartmann : "Die haben ja extra die Route geändert. Ursprünglich sollte es über Göteborg gehen. Dann gingen auf See die Hilfsdiesel kaputt und wir sind in Aalborg an Land! Und alle kamen wieder."Eva Stein, die Drehbuchautorin, erinnert sich noch heute: "Eigentlich ist es erstaunlich, dass eine solche Serie überhaupt produziert wurde, die das Fernweh der eingemauerten DDR-Bevölkerung ja noch verstärken musste." Allerdings waren auch ganz pragmatische Probleme Anlass für diese Fernsehserie. Denn die Deutsche Seereederei hatte schlichtweg Personalnotstand und man wollte mit den spannenden Abenteuern junge Leute von der Seefahrt begeistern.Fernseh-Kapitän Horst Drinda ging in seinen Drehpausen an Bord einem besonderen Hobby nach: Mit seiner 16mm-Kamera filmte er den Schiffsalltag und natürlich auch immer wieder die Dreharbeiten. Dieses teilweise unveröffentlichte Filmmaterial, zusammen mit privaten Tagebuchaufzeichnungen und Zeitzeugeninterviews sowie Ausschnitte aus der Serie erzählt über eine Fernsehserie, die nicht nur in der DDR Geschichte schrieb. Wolfgang Rademann, bekannter Westberliner Fernsehproduzent, war vom Erfolg von "Zur See" so beeindruckt, dass er Ende der 1970er Jahre sagte: "So etwas müssen wir auch machen." Und vier Jahre nach der Erstausstrahlung der DDR-Serie geht 1981 im ZDF "Das Traumschiff" auf Sendung und läuft bis heute.

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88:17 Minuten

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Der rote Elvis - Film von Leopold Grün

Dean Reed, amerikanischer Sänger und Schauspielers und eine der geheimnisvollsten Ikonen der globalen Popkultur zu Zeiten des Kalten Krieges, wird im Juni 1986 tot aus einem See am Rande von Ost-Berlin gezogen. Der "Rote Elvis", der erst in Amerika und dann in der DDR gefeiert wird, war ein Wanderer zwischen den Welten, zwischen West und Ost, zwischen Star-Ruhm und Einsamkeit. Er war befreundet mit Salvador Allende und Yasser Arafat, protestierte auf der ganzen Welt gegen Militär-Regimes und den Vietnamkrieg, drehte Spaghettiwestern in Italien, tourte als erster Amerikaner durch die Sowjetunion, sang Country-Schlager im DDR-Fernsehen und ließ sich mit Maschinengewehr im Libanon ablichten.Dean Reed war Cowboy und Entertainer, Teenie-Star und Frauenschwarm, Friedenskämpfer und Rebell, der unermüdlich mit seiner Gitarre um den Erdball reiste und dabei nicht nur seine eigenen Grenzen, sondern auch die gültigen Einzugsbereiche der ideologischen Blöcke herausforderte. Leopold Grün porträtiert den faszinierenden Quertreiber und balanciert dabei geschickt die Episoden aus. "Der Rote Elvis" ist ein einfühlsamer und zugleich kritischer Dokumentarfilm über eine zeitgeschichtliche Ausnahmeerscheinung zwischen Erfolg und Tragik, politischem Engagement und Naivität. Die Filmmusik macht dabei die Erinnerung an die Utopien des "Roten Elvis" nicht nur greifbar, sondern zeigt sie auch in ihrer emotionalen Lebendigkeit.

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44:30 Minuten

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Deutschland Deine Schlager - Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister

Über Schlager redet man nicht - Schlager kennt man. "Griechischer Wein" ist für die Deutschen in erster Linie ein Hit und dann erst ein Getränk. Noch heute feiert es sich am besten zu bekannten Schlagermelodien: eine eingängige tanzbare Melodie und ein zum Mitsingen animierender Text. Der Schlager spiegelt Lebensgefühl und manchmal auch ein bisschen Zeitgeschichte wider.Nach dem Zweiten Weltkrieg - Deutschland liegt in Trümmern - wird er Balsam für die Volksseele. Mit Tradition, Identität und Vaterland haben die Deutschen von nun an ein Problem und vielleicht ist der Schlager gerade deshalb zu einer Art Ersatz für das traditionelle Volkslied geworden. Die Deutschen sehnen sich nach einer heilen Welt und das in Ost wie West. Und der Schlager simuliert diese freundliche Welt. Während die Westdeutschen seit den 60er Jahren in den Süden reisen, bleibt den Ostdeutschen nur der Traum von Capri. Wenn schon Fernweh, dann soll der VEB-Arbeiter lieber von Havanna und Saratow träumen. Mit dem Fernsehen bekommen die Schlagerstars auch ein Gesicht. Sie singen von Liebe und Sehnsucht. Doch im geteilten Land ist auch der Schlager vor propagandistischem Einsatz nicht gefeit. Im Osten entsteht der "Aufbauwalzer". Im Westen distanziert sich Freddy Quinn in den 60ern von faulen, langhaarigen Gammlern. Und selbst völlig unpolitische DDR-Schlager wie "Wenn wir gehen, dann gehen wir alle" bekommen angesichts der Mauer zwischen Ost und West eine doppelte Bedeutung. So soll auch Karel Gott bei seinem Auftritt in der DDR besser auf seinen Hit "Einmal um die ganze Welt" verzichten. Man will den DDR-Bürger schließlich nicht in Versuchung führen. In den 80ern war der deutsche Schlager fast totgesagt - die Wiedervereinigung hat ihn zu neuem Leben erweckt. Die Nachfrage nach heiler Welt und Stimmungsmusik ist ungebrochen. Und so erzählt der Schlager weiterhin von Herzschmerz, Liebe, Sehnsucht, Fernweh und Heimat. Der Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister begibt sich auf eine musikalische Zeitreise. Stars aus Ost und West wie Roland Kaiser, Frank Schöbel, Gitte und Karel Gott erzählen deutsch-deutsche Schlagergeschichten.

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44:43 Minuten

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Eine Reise zu Sachsens Nachbarn - Heute fahr'n wir nach Prag

Frühstück in Prag? Kann warten. Moderatorin Beate Werner nimmt sich Zeit auf dem Weg in die tschechische Hautstadt. Warum nicht einmal innehalten, führt doch die schnelle Autobahn Richtung Prag durch paradiesische Landschaften.Děčín mit seinem markanten Schloss hoch über der Elbe ist die erste Station. Die Moderatorin wandelt durch das prachtvolle Anwesen mit seinem duftenden Rosengarten und erinnert an Frédéric Chopin, der sich hier zu seinem Tetschner Walzer inspirieren ließ. Vom Schloss öffnet sich der Blick ins Böhmische Mittelgebirge. Hier reihen sich markante Vulkankegel schier endlos aneinander. Der höchste von ihnen, der Milleschauer, gilt als windigster Berg Tschechiens und verzeichnet die meisten Gewitter der Umgebung. Am Fuße des polternden Riesen leben interessante Typen wie Daniel Pietek. Ein Obstbauer, der auf 600 Hektar Land wieder alte Apfelsorten anpflanzte und obendrein eine große Herde Schafe hält. Beate Werner folgt dem tief eingeschnittenen Flusslauf der Elbe und steht beeindruckt an der Porta Bohemica, dem engsten Abschnitt des Elbedurchbruchs. Sie spaziert weiter durch die Gärten Böhmens, probiert im Bier-Land Tschechien ganz hervorragende Weine und findet an den Ufern von Elbe, Eger und Moldau reizvolle Kleinstädte und geheimnisvolle Schlösser, bevor sie zur Kaffeezeit Prag erreicht. Der Weg nach Prag ist voller Geschichten und Typen, voller böhmischer Gemütlichkeit und Gastfreundschaft. Es lohnt sich, links und rechts von der Autobahn einmal abzuschweifen.

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